Teufen (AR)

Weniger Baulärm: Neue Pläne für das Tunnelprojekt

Nau.ch Lokal
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Herisau,

Der Gemeinderat Teufen setzt beim geplanten Bahntunnel neu auf eine bergmännische Bauweise. Das senkt die Kosten und schont die Bevölkerung während der Bauzeit.

Eingang zur Gemeindeverwaltung in Teufen.
Eingang zur Gemeindeverwaltung in Teufen. - Nau.ch / Simone Imhof

Wie die Gemeinde Teufen AR informiert, wird als Alternative zum vorliegenden Doppelspur-Projekt wird eine Tunnelvariante zwischen dem Bahnhof Teufen und dem Gebiet Stofel-Egglirank ausgearbeitet.

Der Gemeinderat hat nun für den Abschnitt Stofel bis Egglirank als alternative Bauweise zum aufwändigen Deckelbau die bergmännische Bauweise als weitere Optimierung und Kostenreduktion im Projekt festgelegt. Gleichzeitig kann dadurch die unterirdische Haltestelle Stofel mit einem zentralen Bahnzugang und einem Mittelperron anstelle von zwei Aussenperrons geplant werden.

Gegenüber dem Vorprojekt von November 2025 ergeben sich keine grundlegenden Änderungen. Linienführung und Grundkonzept bleiben gleich. Die Anpassungen betreffen nur die Bauweise im fraglichen Abschnitt.

«Bergmännische Variante» erhält den Vorzug

Die Umplanung erfolgte schrittweise von der Machbarkeitsstudie über das Vorprojekt und ab jetzt bis zum Bauprojekt und wird dabei laufend präzisiert.

«Wir verfolgen konsequent jene Varianten, die technisch überzeugen, bewilligungsfähig und gleichzeitig möglichst kostengünstig sind», sagt Gemeindepräsident Reto Altherr. Daher hat der Gemeinderat an seiner Sitzung vom 19. Mai 2026 der Planung «bergmännische Variante» zugestimmt.

Bauweise mit klaren Vorteilen

Die bergmännische Bauweise im Abschnitt Stofel bis Egglirank ermöglicht eine Bauweise fast vollständig im Untergrund. Dadurch werden Eingriffe an der Oberfläche stark reduziert und der Verkehr und die Teufner Bevölkerung während der Bauzeit weniger stark beeinträchtigt. Zudem ist die bergmännische Bauweise günstiger als die bis anhin geprüfte Deckelbauweise.

Auch die unterirdische Haltestelle Stofel wurde überarbeitet. Im Vorprojekt waren noch zwei separate Perrons mit je zwei separaten Zugängen nördlich und südlich der Hauptstrasse vorgesehen. Neu wird ein zentraler Bahnzugang mit Mittelperron geplant.

Die Lösung entspricht auch dem Anliegen der Appenzeller Bahnen und wird als deutlich kundenfreundlicher beurteilt. Sie wurde auch vom Lenkungsausschuss einstimmig unterstützt.

Stimmbevölkerung entscheidet über Grossprojekt

Die gesamte Tunnelvariante zwischen Bahnhof und Stofel wird in den kommenden Monaten weiter ausgearbeitet. Eine genaue Kostenschätzung wird im zweiten Semester 2026 vorliegen.

Am Ende stehen sich Tunnel und Strassenbahn-Doppelspur als zwei funktional gleichwertige Projekte mit unterschiedlichen Kosten gegenüber. Das letzte Wort hat die Stimmbevölkerung von Teufen an der geplanten Volksabstimmung.

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