Energie

    Hälfte der Bevölkerung würde im Ernstfall Energie sparen

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Wenn es ernst wird, würde die Hälfte der Schweizer Energie sparen. Frauen stehen mehr hinter der Bundesrats-Strategie als Männer, so eine Umfrage.

    Strom
    Ein durchschnittlicher 4-Personen-Haushalt wird innerhalb eines Jahres rund 62 Franken mehr zahlen für den Strom. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wenn die Schweiz Energie sparen muss, dann würde die halbe Schweiz mitmachen.
    • Ein Drittel macht sich Sorgen um die Versorgungssicherheit.

    Die Hälfte der Schweizer Bevölkerung wäre im Ernstfall bereit, Energie zu sparen. Mehr als ein Drittel macht sich Sorgen um die Versorgungssicherheit. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Link. Nur fünf Prozent der durch Link befragten Schweizerinnen und Schweizer zeigten sich wenig bereit, Energie zu sparen, sollten die Behörden dazu aufrufen.

    Interessant: Frauen wiesen eine etwas höhere Bereitschaft auf als Männer, wie Link in den am Donnerstag publizierten Umfrageergebnissen schrieb.

    Erneuerbare Energien ausbauen

    Diese zeigten auch, dass bereits jetzt viele Menschen Strom sparen: Beim Duschen, durch abgeschaltete Geräte und beim Heizen. Am grössten ist der Wille, sich beim Duschen oder Baden einzuschränken. Gut zwei Fünftel der 1136 befragten Personen gaben an, das bereits umzusetzen und 28 Prozent würden es bei einer Energieknappheit sicher tun.

    Auch vermeiden bereits jetzt 37 Prozent der Befragten den Standby-Modus von elektrischen Geräten. Knapp ein Drittel hat laut Umfrage vor, dies einzuführen. Die Mehrheit heizt bereits weniger stark oder plant, das im Winter zu tun.

    Solarenergie
    Solarenergie: Solarzellen bei der Firma Flumroc in Flums SG. - Keystone

    Die meisten der befragten Personen befürworten ausserdem den Ausbau der erneuerbarer Energiequellen. Dreiviertel sprachen sich für Neubau grossflächiger Solaranlagen aus. Knapp 60 Prozent stehen hinter neuen Stauseen mit Wasserkraftwerken.

    Weniger populär seien neue Atomkraftwerke und neue Gas- und Öl-Kraftwerke, schrieb Link. Mehr Männer sprachen sich für neue Atomkraftwerke und neue Stauseen aus als Frauen. Die repräsentative Umfrage wurde gemäss Link Ende August in der Deutsch- und Westschweiz und im Tessin durchgeführt.

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