Gegenvorschlag zu Berner Rasensport-Initiative kommt bis Juni
Der Berner Gemeinderat hat Zeit bis Mitte Juni, um einen Gegenvorschlag zur Rasensport-Initiative auszuarbeiten. Der Stadtrat hat die Fristverlängerung am Donnerstag mit 57 zu 11 Stimmen genehmigt.

Die Initiative «Mehr Rasensportfelder für alle» wurde Ende 2024 eingereicht. Sie verlangt, dass die Kapazität an Rasensportfeldern innert zehn Jahren um mindestens 12'000 Nutzungsstunden erhöht wird.
Der Gemeinderat lehnt die Vorlage in der eingereichten Form ab. Er erachtet die Festschreibung einer fixen Zahl von Nutzungsstunden in der Gemeindeordnung als nicht stufengerecht und verweist auf seine Rasensportstrategie mit verschiedenen Massnahmen zur Kapazitätserhöhung.
Im Rat kritisierte Tom Berger (FDP) das Vorgehen der Stadtregierung. Der Autor des Initiativtextes erinnerte daran, dass die Stadt bereits 2011 ein Unterangebot von rund 11'000 Nutzungsstunden festgestellt habe und sich die Situation seither kaum verbessert habe.
Die neue Strategie sei zwar ein wichtiges Instrument, letztlich aber unverbindlich, sagte Berger. Die FDP-Fraktion lehnte wie auch die SVP die Fristverlängerung ab – «im Wissen darum, dass das ein rein symbolischer Akt ist», wie Tom Berger sagte.
Die Ratsmehrheit stimmte zu. Mehrere Rednerinnen kritisierten allerdings, dass der Gemeinderat den Antrag auf Verlängerung erst nach Ablauf der Frist gestellt habe. Nun sei die Stadtregierung in der Pflicht, einen tragfähigen Gegenvorschlag auszuarbeiten.






