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    Grimme Online Award für SRG-Doku über Gefahren der Atomkraft

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Die Online-Dokumentation «Nuclear Games» über die Gefahren der Atomkraft ist am Donnerstagabend mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet worden. Das Format des Zürcher Studios Docmine und der SRG erzählt mit Graphic Novels, Video und Texten von der Bedrohung der Menschheit durch acht Jahrzehnte Nukleartechnologie.

    Eine Trophäe bei der Verleihung des Grimme Online Awards. Der undotierte Grimme Online Award gilt als wichtigste deutsche Auszeichnung für herausragende Online-Publizistik.
    Eine Trophäe bei der Verleihung des Grimme Online Awards. Der undotierte Grimme Online Award gilt als wichtigste deutsche Auszeichnung für herausragende Online-Publizistik. - Rolf Vennenbernd/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • «Mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine gewinnen Fragen zur Sicherheit der Kernenergie sowie Bedrohungsszenarien durch den möglichen Einsatz von Nuklearwaffen neue Relevanz», urteilte die Jury über den Gewinner in der Kategorie «Wissen und Bildung».

    Der undotierte Preis gilt als wichtigste Auszeichnung für Online-Publizistik in Deutschland. Zwar endete die Einreichungsfrist für die Beiträge am 1. März -also kurz nach Beginn des Ukraine-Kriegs -, doch konnte man bei der Verleihung in Köln durchaus den Eindruck bekommen, dass der Krieg die Hintergrundfolie für eine Reihe von Entscheidungen bildete.

    So war ein prämiertes Thema Flucht und Vertreibung: Hier ging der Grimme Online Award an die Multimedia-Reportage «Kandvala» über Menschen aus Afghanistan und Pakistan, die versuchen, über Bosnien-Herzegowina in die EU zu gelangen. Da die Balkan-Route versperrt ist, harren sie in einer Bauruine aus, die sie «Kandvala» nennen. «Wie kaum ein anderer Beitrag verschafft »Kandvala« einen ungefilterten und schonungslosen Zugang zu den Menschen, die von der Migrationspolitik Europas betroffen sind», urteilte die Jury.

    Auffällig war der Erfolg von Podcasts. Ausgezeichnet wurde zum Beispiel die Audio-Produktion «Cui Bono: WTF happened to Ken Jebsen?». Sie zeichnet die Entwicklung des Radiomoderators Ken Jebsen zum Verschwörungsideologen nach, dessen Youtube-Kanal bis zur Sperrung millionenfach aufgerufen wurde. Ein weiterer Preisträger in der Kategorie Information war der NDR-Podcast «Slahi - 14 Jahre Guantánamo». Darin trifft ein langjähriger Gefangener mit seinen einstigen Folterern zusammen.

    Der Tiktok-Account «safespace.offiziell» des rbb überzeugte die Jury in der Kategorie Wissen und Bildung. Darin werde in kurzen Videos eine unverkrampfte Aufklärung über den Körper der Frau in die Zimmer junger Mädchen gebracht, so die Jury.

    In der Kategorie Kultur und Unterhaltung wurde ein Museum ausgezeichnet, diesmal die Staatsgalerie Stuttgart: Mit einem digitalen Licht kann man auf «Im Dunkeln - ein Leuchten» wie mit einer Taschenlampe Zeichnungen erkunden, die der jüdische Künstler Fred Uhlman (1901-1985) nach seiner Flucht vor den Nazis aus Deutschland schuf.

    Weitere Preisträger sind das Recherchenetzwerk «Correctiv.Lokal» und die Zahlenrecherche «Umwelt in Ostdeutschland». Den Publikumspreis erhielt der 3sat-Youtube-Kanal «Scobel» des Journalisten Gert Scobel. Mit 62 Jahren ist er einer der Älteren unter den Preisträgern.

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