Die GLP will den ersten Sitz im Zürcher Regierungsrat und nominiert Chantal Galladé und Benno Scherrer. Die Bürgerlichen wollen dies verhindern.
Die GLP des Kantons Zürich nominiert mit Chantal Galladé und Benno Scherrer zwei bekannte Gesichter für das Rennen um den ersten grünliberalen Regierungsratssitz. (Bild: zvg)
Die GLP des Kantons Zürich nominiert mit Chantal Galladé und Benno Scherrer zwei bekannte Gesichter für das Rennen um den ersten grünliberalen Regierungsratssitz. (Bild: zvg) - sda - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Galladé oder Scherrer werden für die GLP um einen Regierungsratssitz kämpfen.
  • Die Mitglieder der Zürcher Partei werden eine der nominierten Personen Ende Juni wählen.
  • Die Bürgerlichen arbeiten zusammen, damit die GLP nicht ihren ersten Sitz erhält.

Die GLP des Kantons Zürich nominiert die ehemalige Nationalrätin Chantal Galladé und den ehemaligen Kantonsratspräsidenten Benno Scherrer für das Rennen um den ersten grünliberalen Regierungsratssitz.

Galladé und Scherer waren von der Findungskommission vorgeschlagen worden, wie die GLP des Kantons Zürich am Mittwochabend bekannt gab. Der GLP-Vorstand hat beide Kandidaten nun nominiert. Die Mitglieder werden am 28. Juni 2022 über die Kandidatur entscheiden.

Galladé
Chantal Galladé bei ihrer Verabschiedung aus dem Nationalrat 2018. - Keystone

Der Vorstand wolle der Mitgliederversammlung damit eine Auswahl ermöglichen. Die Mitglieder sollten bei wichtigen Weichenstellungen mitbestimmen können, begründete Nicola Forster, Co-Präsident der GLP Kanton Zürich, den Entscheid des Vorstandes.

Bürgerliche arbeiten bei Zürcher Regierungsratswahlen zusammen

Scherrer und Galladé hätten den Vorstand durch ihre langjährige politische Erfahrung, ihren Optimismus für den Fortschritt und ihren Gestaltungswillen über politische Gräben hinweg überzeugt. Der 57-jährige Scherrer ist Berufsschullehrer, während die 49-jährige Galladé Schulpräsidentin in Winterthur ist.

Die Vorstände der Zürcher SVP, FDP und Mitte hatten bereits Anfang Mai mitgeteilt, dass sie bei den Regierungsratswahlen zusammenarbeiten wollten. Sie beantragen ihren Delegierten, neben den eigenen Kandidierenden jeweils auch die Nominierten der beiden anderen bürgerlichen Parteien offiziell zu unterstützen.

Bei den Wahlen vom 12. Februar 2023 treten die SVP mit Natalie Rickli und Ernst Stocker an und die Mitte mit Silvia Steiner (alle bisher). Die FDP schickt Carmen Walker Späh erneut und Peter Grünenfelder neu ins Rennen.

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