Genfer FDP plant Misstrauensvotum wegen Pierre Maudet im Januar

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Genève,

    Die Genfer FDP-Kantonalsektion trifft sich am 15. Januar zu einer ausserordentlichen Generalversammlung. Grund dafür ist der Staatsrat Pierre Maudet.

    Pierre Maudet läuft einen steilen Weg hoch.
    Pierre Maudet hat einen schweren Weg vor sich: ein Misstrauensvotum im Januar bestimmt seine Zukunft. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der FDP-Staatsrat Pierre Maudet ist in einem Wahlspenden-Skandal verwickelt.
    • Aus diesem Grund soll die Genfer Kantonalsektion der Partei ein Misstrauensvotum ablegen.

    Die Genfer Kantonalsektion der FDP trifft sich am 15. Januar zu einer ausserordentlichen Generalversammlung (GV) in der Sache Pierre Maudet. Sie soll dem angeschlagenen Genfer FDP-Staatsrat entweder ihr Vertrauen oder ihr Misstrauen aussprechen.

    Der Termin sei in Absprache mit Maudet festgelegt worden, sagte der Präsident der FDP-Kantonalpartei, Alexandre de Senarclens, heute Mittwoch zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte damit eine Meldung der «Tribune de Genève». Unterstützer von Maudet innerhalb der Partei hatten um eine Generalversammlung gebeten.

    Alexandre de Senarclens, Präsident des Kantons Genf der FDP Schweiz.
    Alexandre de Senarclens, Präsident des Kantons Genf der FDP Schweiz. - Keystone

    Nach einer Diskussion soll die Parteibasis Position beziehen. Der Parteivorstand hatte am Montag bereits Maudets Rücktritt gefordert. Auch der Vorstand der FDP Schweiz hatte Maudet zum Rücktritt aufgerufen. Parteipräsidentin Petra Gössi hatte nach einem Treffen mit Maudet erklärt, man habe feststellen müssen, dass das Vertrauensverhältnis zum Genfer FDP-Staatsrat nicht habe wiederhergestellt werden können.

    Der inzwischen teilweise entmachtete Staatsrat Maudet weigert sich nach wie vor standhaft, von seinem Amt zurückzutreten. Er kann auch nicht dazu gezwungen werden. Maudet argumentiert formaljuristisch und weist bei jeder Gelegenheit darauf hin, dass für ihn nach wie vor die Unschuldsvermutung gelte.

    Gegen den 40-Jährigen wird von der Genfer Staatsanwaltschaft wegen Vorteilsannahme im Zusammenhang mit einer Reise nach Abu Dhabi im Jahr 2015 ermittelt. Die Affäre Maudet spitzte sich weiter zu, als bekannt wurde, dass der dreifache Familienvater angeblich von Wahlspenden profitiert haben soll und private Gönner seine Beiträge an die FDP habe zahlen lassen. Gleichzeitig soll Maudet die Zahlungen von den Steuern abgezogen haben.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Regional
    6 Interaktionen
    Abu-Dhabi-Affäre
    7 Interaktionen
    Abu-Dhabi-Reise

    MEHR IN NEWS

    kaunas
    1 Interaktionen
    Vilnius
    präsi
    Kairo/Riad
    schlein
    3 Interaktionen
    Schlein

    MEHR AUS GENèVE

    McDonald's
    7 Interaktionen
    Genf
    Lisa Mazzone
    3'946 Interaktionen
    Lisa Mazzone
    genf
    Flughafen Genf
    genf
    1 Interaktionen
    Genf