Menschenhandel

    Fünf Bulgaren in der Romandie wegen Menschenhandels festgenommen

    Keystone-SDA
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    Genève,

    Am Mittwoch wurden in Genf fünf Personen mit Verdacht auf Menschenhandel festgenommen. Sie zwangen Landsleute zum Betteln.

    Genf
    Die Digitalisierung der Politik soll in Genf weiterhin gefördert werden. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Genf wurde eine Untersuchung wegen Menschenhandels eingeleitet.
    • Vier Männer und eine Frau aus Bulgarien wurden festgenommen.

    Fünf bulgarische Staatsangehörige, vier Männer und eine Frau, sind am vergangenen Mittwoch in Genf und Lausanne festgenommen worden. Sie werden verdächtigt, Dutzende Landsleute ausgebeutet zu haben, indem sie sie zum Betteln zwangen. Die Brigade zur Bekämpfung des Menschenhandels und der illegalen Prostitution habe seit mehreren Monaten in dem Fall ermittelt. Das teilte die Genfer Staatsanwaltschaft am Montag mit.

    Nach Angaben der Zeitung «Tribune de Genève» hat den Fall aufgedeckt. Sie gibt an, dass die Menschen in Genf, aber auch in Lausanne und Nyon zum Betteln gezwungen wurden. An den Ermittlungen und den Festnahmen war auch die Waadtländer Kantonspolizei beteiligt.

    Die Beschuldigten sollen Landsleute, meist aus der Roma-Gemeinschaft, angeworben und deren Überstellung in die Schweiz organisiert haben. Das Geld, das die Opfer beim Betteln gesammelt hatten, verwendeten die mutmasslichen Täter, um ein Familienhaus in Bulgarien zu bauen. Die Verdächtigen wurden wegen Menschenhandels angeklagt.

    Am Einsatzort entdeckte die Polizei etwa dreissig Personen, die in Behelfsunterkünften schliefen. Unter ihnen befanden sich drei kleine Kinder. Sie wurden von den Sozialdiensten in Obhut genommen, damit ihr Gesundheitszustand untersucht werden konnte.

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