Menschenhandel? Untersuchung gegen Weltmeister im Gang
Gegen PSG-Star Lucas Hernandez (29) und seine Partnerin läuft eine Untersuchung: Es geht um Menschenhandel und illegale Beschäftigung.

Das Wichtigste in Kürze
- In Frankreich ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen PSG-Profi Lucas Hernandez.
- Er und seine Partnerin stehen unter dem Verdacht des Menschenhandels.
- Es geht um eine Familie aus Kolumbien, die das Paar illegal beschäftigt haben.
- Hernandez und Partnerin Victoria Triay wehren sich gegen die Anschuldigungen.
2018 wird Lucas Hernandez mit Frankreich Weltmeister, mit PSG und den Bayern gewinnt der Linksverteidiger die Champions League. Jetzt sieht sich der 29-Jährige ausserhalb des Platzes mit happigen Vorwürfen konfrontiert.

Gegen Hernandez und seine Partnerin Victoria Triay wird ermittelt! Es geht um den Verdacht des Menschenhandels und der illegalen Beschäftigung.
Der Vorwurf: Das Paar soll zwischen September 2024 und November 2025 eine fünfköpfige Familie aus Kolumbien beschäftigt haben.
Und das ausserhalb des rechtlichen Rahmens: Die Familie habe ohne gültige Aufenthalts-Papiere und Arbeitsverträge für das Paar gearbeitet. Bezahlt wurden die Kolumbianer offenbar in bar.
«24/7» für 2000 Euro im Monat?
Jetzt wehrt sich die Familie gegen Lucas Hernandez und dessen Partnerin. Ihre rechtlich unsichere Lage sei ausgenutzt worden.

Laut ihrer Anwältin habe man zwischen 72 und 48 Stunden pro Woche gearbeitet. Genannt werden Tätigkeiten wie Kinderbetreuung, Haushalt- und Gartenarbeit. Die Tochter sei gemäss den Vorwürfen rund um die Uhr und von Montag bis Sonntag im Einsatz gestanden – für 2000 Euro im Monat.

Im vergangenen Oktober sei es dann zu ersten Konflikten gekommen, daraufhin wurden Arbeitsverträge ausgestellt. Doch nur einen Monat später zogen die Kolumbianer einen Schlussstrich und arbeiteten nicht mehr für das Paar.
Lucas Hernandez: «Unser Vertrauen wurde missbraucht»
Lucas Hernandez und Victoria Triay wehren sich gegenüber «Reuters» gegen die Vorwürfe: «Wir haben unser Zuhause und unser Leben Menschen geöffnet, die sich uns als Freunde vorgestellt haben. (...) Wir haben ihnen geholfen, sie unterstützt und ihnen geglaubt, als sie uns sagten, dass sie dabei seien, ihre Situation zu legalisieren.»

Für das Paar ist klar: «Dieses Vertrauen wurde missbraucht. Wir wurden durch emotionale Geschichten und falsche Zusicherungen manipuliert. Wir haben niemals mit Verachtung gegenüber dem Gesetz gehandelt.»
















