AHV

    Frauenkomitee wirbt für Erhöhung des Frauenrentenalters

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Am Montag wurde von einer überparteilichen «Frauenallianz» für das Ja zur Volksabstimmung bezüglich der AHV-Reform geworben.

    alters- und hinterlassenenversicherung
    Über die Reform der Alters- und Hinterlassenenversicherung wird im September abgestimmt. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/AP/Christof Stache

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am 25. September wird in der Schweiz über die AHV-Reform abgestimmt.
    • Diese beinhaltet auch die Erhöhung des Rentenalters der Frau.
    • Am Montag hat eine überparteiliche «Frauenallianz» für ein Ja zur Initiative geworben.

    Eine überparteiliche «Frauenallianz» hat am Montag für ein Ja zur Volksabstimmung über die AHV-Reform vom 25. September geworben. Neben der vorgesehenen Erhöhung des Frauenrentenalters brauche es aber auch Massnahmen, um die Situation von Frauen etwa bei der beruflichen Vorsorge zu verbessern. Das forderten verschiedene Sprecherinnen.

    Mit der Reform AHV 21 gelinge es, die AHV zu stabilisieren und das Renten-Niveau zu halten. Das hiess es in der Mitteilung der Frauenallianz von Montag. Und weil die Reform nicht nur eine Harmonisierung des Frauenrentenalters auf 65, sondern auch Kompensationsmassnahmen für Frauen der Übergangsgeneration vorsehe, setze sich die Frauenallianz «überzeugt» für ein Ja zur AHV 21 ein.

    heiratsstrafe
    GLP- Nationalrätin Kathrin Bertschy. - Keystone

    Allerdings betonten die Vertreterinnen von SVP, FDP, GLP, Mitte und EVP vor den Medien auch, dass es auch auf anderer Ebene Reformen brauche. «Gleichstellung ist keine Einbahnstrasse.» Das sagte etwa GLP-Nationalrätin Kathrin Bertschy laut Redetext. Man erwarte substantielle Verbesserungen in der Ermöglichung der Erwerbstätigkeit, die Durchsetzung gleichen Lohns für gleiche Arbeit und eine bessere Versicherung der oft tiefen Fraueneinkommen in der beruflichen Vorsorge.

    Koordinationsabzug soll weg

    Mehrere Sprecherinnen betonten etwa, dass die aktuelle Regelung bei den Pensionskassen der Lebensrealität vieler Frauen zu wenig Rechnung trage. Dies insbesondere, weil kleine Einkommen und Teilzeitarbeit aufgrund des hohen Koordinationsabzuges nur unzureichend versichert seien. FDP-Nationalrätin Susanne Vincenz-Stauffacher forderte deshalb, dass der Koordinationsabzug gesenkt, ganz abgeschafft oder durch einen prozentualen Koordinationsabzug ersetzt werde.

    AHV Reform
    Susanne Vincenz-Stauffacher (FDP) - Keystone

    Doch auch bei den Rahmenbedingungen für die frühkindliche Betreuung orteten die Sprecherinnen Verbesserungspotenzial. Eine erschwingliche und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung würde helfen. So könnten Frauen stärker im Erwerb bleiben und seien somit auch im Alter besser abgesichert. Das sagte etwa Christian Bachmann-Roth, Präsidentin der Mitte-Frauen laut Mitteilung.

    Linke gegen AHV-Reform

    Zur Reform AHV 21 gehört eine Angleichung des Frauenrentenalters auf 65 Jahr. Auch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,4 Prozentpunkte ist darin festgehalten. Frauen der Übergangsgeneration würden bei Annahme der Reform mit einem lebenslangen Rentenzuschlag zwischen 12 und 160 Franken pro Monat entschädigt.

    Gewerkschaften und linke Parteien haben gegen die AHV-Reform das Referendum ergriffen. Die AHV solle nicht auf Kosten der Frauen saniert werden, die ohnehin schon weniger als Männer verdienten und bei den Renten benachteiligt würden. So argumentieren die Gegnerinnen und Gegner der Reform.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    meyer
    259 Interaktionen
    Bald ist Abstimmung
    Pro Senectute
    23 Interaktionen
    Ja-Parole
    alters- und hinterlassenenversicherung
    169 Interaktionen
    «Renten sichern»

    MEHR AHV

    Franz Schori (SP)
    126 Interaktionen
    Franz Schori (SP)
    42 Interaktionen
    Bern
    vpod
    46 Interaktionen
    Zürich
    nationalrat
    8 Interaktionen
    Bern

    MEHR AUS STADT BERN

    Chiesa Schnegg
    521 Interaktionen
    Zwei neue Kandidaten
    Gewalt
    1 Interaktionen
    Kanton Bern
    Kanton Bern
    Kanton Bern
    Kanton Bern
    Kanton Bern