Französische Siege an der historischen Patrouille des Glaciers
Die Patrouille des Glaciers, der historische sportliche Skitouren-Wettkampf der Schweizer Armee im Walliser Hochgebirge, hat mit französischen Erfolgen geendet. Längst nehmen an dem Abenteuer aber nicht mehr nur Soldaten teil.

Offiziell dient die Patrouille des Glaciers der Armee zur «Aufrechterhaltung und Ausbildung der alpinen Kenntnisse der eingesetzten Verbände», wie sie auf ihrer Homepage wirbt. In der Praxis ist der Anlass aber auch eine willkommene Startgelegenheit für die besten Skitouren-Athletinnen und -Athleten – die Sportart war im Februar gar erstmals olympisch – sowie eine Herausforderung für zahlreiche abenteuerlustige Freizeitsportler.
Die Schweizer Aushängeschilder mussten sich auf den 57,5 Kilometern von Zermatt nach Verbier und nach einer Höhendifferenz von 4386 Metern allerdings geschlagen geben. So erreichte Rémi Bonnet, der erfolgreichste Schweizer Skitouren-Athlet der Geschichte und aktuelle Gesamtweltcupsieger, mit seinen beiden Teamkollegen gut fünf Minuten hinter dem siegreichen französischen Trio Xavier Gachet, Samuel Equy und William Bon Mardion «nur» Platz 2.
Erstmals in der Geschichte der Patrouille des Glaciers ging der Sieg bei den Männern damit an ein Trio aus Frankreich. Bei den Frauen siegte ebenfalls ein französisches Team – in 7:04.41 Stunden gar mit Streckenrekord. Olympiasiegerin Marianne Fatton und ihre Teamkolleginnen wurden mit rund 22 Minuten Rückstand Zweite. Bonnet und Fatton haben das Rennen in früheren Jahren bereits gewonnen.
Insgesamt 1376 Teams mit 5500 Personen hatten sich für die diesjährige Ausgabe angemeldet – darunter mit 126 so viele reine Frauen-Teams wie nie zuvor. Die ersten Rennen hatten am Dienstag und Mittwoch wegen Lawinengefahr auf der Strecke verschoben werden müssen.
Die Patrouille des Glaciers geht auf die Grenzbesetzung im Zweiten Weltkrieg zurück und fand 1943 zum ersten Mal statt. Mit dem Rennen, das alle zwei Jahre stattfindet, sollten die Ausdauer und Widerstandskraft der Soldaten getestet werden. Für die Organisation des Anlasses standen rund 900 Militärangehörige im Einsatz.














