Französische Delegation zu Besuch im Wallis und in Bern
Eine französische Delegation ist am Freitag und Samstag zu Besuchen im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe von Crans-Montana im Wallis und in Bern erwartet worden. Insbesondere die finanzielle Unterstützung für die Brandopfer sollte thematisiert werden.

Ziel sei es, sich über die beschlossenen Unterstützungsmassnahmen für die Opfer und Angehörigen zu unterhalten, gaben die Walliser Behörden auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA an. Sie bestätigten damit einen Beitrag der «NZZ». Der Walliser Regierungspräsident Mathias Reynard wird demnach von Fachleuten der Kantonsverwaltung begleitet.
Auf französischer Seite wiederum wurden die zwei Koordinatoren für die französischen Opfer von Crans-Montana, die französische Botschafterin und die Honorarkonsulin, erwartet. Laut dem Kanton handelt es sich um ein «technisches Treffen», an dem keine Vertreter der Justiz teilnehmen.
Der Kanton Wallis zahlt jeder hospitalisierten Person oder vom Brand betroffenen Familie eine Soforthilfe in Höhe von 10'000 Franken. Zudem hat er die Stiftung «Beloved» initiiert, der er 10 Millionen Franken sowie eine Million Franken Startkapital zuweisen will. Das Kantonsparlament wird am Montag über dieses Geschäft entscheiden.
In Bern wurde die französische Delegation zudem zu einem Treffen mit dem Direktor des Bundesamtes für Justiz, Michael Schöll, erwartet. Dort sei es Ziel, die Vorschläge des Bundesrates vorzustellen – darunter die finanzielle Hilfe für die Opfer und die Organisation eines Runden Tisches. Am Samstag wird die Delegation an einer von Frankreich organisierten Veranstaltung für die Brandopfer teilnehmen.
Der Ständerat hatte am Mittwoch einem einmaligen Solidaritätsbeitrag von 50'000 Franken pro Person für die Verletzten und Angehörigen der Verstorbenen zugestimmt. Auch die Schaffung eines Runden Tisches begrüsste er grundsätzlich. Am Montag wird der Nationalrat darüber befinden.
Unter den 41 Menschen, die bei der Brandkatastrophe von Crans-Montana ums Leben kamen, sind neun französische Staatsangehörige. Zudem kommen rund 20 Verletzte aus Frankreich.










