Feuerwehr

    Fehlalarme: Spinnen auf Luzerner Kapellbrücke täuschen die Feuerwehr

    Keystone-SDA
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    Luzern,

    Die Luzerner Feuerwehr rückte 2026 schon 19 Mal wegen Fehlalarmen aus. Nun prüft die Stadt, ob kleine Achtbeiner dahinterstecken.

    Kapellbrücke Luzern
    Für Luzerns Wahrzeichen bestand keine Gefahr. Doch in den Rauchmeldern könnten Spinnen und Netze immer wieder Alarm auslösen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Spinnen lösen wohl zahlreiche Fehlalarme auf der Luzerner Kapellbrücke aus.
    • Die Feuerwehr rückte 2026 bereits 19 Mal wegen Brandalarmen dorthin aus.
    • Die Stadt sammelt und analysiert betroffene Rauchmelder zur Ursachenklärung.

    Die Brandmelder auf der Luzerner Kapellbrücke spielen mutmasslich wegen kleinen Spinnen verrückt: Sie lösen Fehlalarm um Fehlalarm aus. Nun will die Stadt Abhilfe schaffen.

    Letztmals wegen eines Brandalarms auf die Holzbrücke gerufen wurde die Feuerwehr am 1. und 2. August, wie am Freitag ein Blick auf die Einsatzliste zeigt. Beide Male bestand für das 660 Jahre alte Wahrzeichen keine Gefahr.

    Die Feuerwehr rückte 2026 bereits 19 Mal wegen angeblichen Bränden auf der Kapellbrücke aus. Vermutet wird, dass die Brückenkreuzspinne die Fehlalarme auslöst.

    Diese hält sich mit Vorliebe auf Bauwerken am Wasser auf. Die quer über die Reuss führende, 200 Meter lange Holzbrücke mit ihrem Dach und ihren Giebelbildern scheint für diese Spinne der ideale Lebensraum zu sein.

    Die kleinen achtbeinigen Tiere krabbeln auch in die auf der Brücke installierten Brandmelder. In diesen lösen sie oder ihre Netze den Alarm aus.

    Netze ausserhalb des Brandmelders verursachten keinen Alarm, erklärte Guido Hürlimann, Projektleiter Erhaltungsmanagement Stadt Luzern, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

    Aus Katastrophe gelernt

    Insgesamt gibt es auf der Kapellbrücke 37 Rauchmelder. Diese waren nach dem Brand des Wahrzeichens 1993 installiert worden. Die Fehlalarme verteilten sich über alle Abschnitte der Brücke, erklärte Feuerwehrkommandant Thomas Lang auf Anfrage.

    Die Stadt will nun wissen, ob tatsächlich die Spinnen die Alarme auslösen, wie Hürlimann erklärte. Er bestätigte damit eine Meldung der Luzerner Zeitung.

    Hast du Angst vor Spinnen?

    Die Brandmelder, die einen Alarm ausgelöst hätten, würden gesammelt, führte Hürlimann aus. Anschliessend würden sie vom Lieferanten geöffnet und analysiert. «Die ersten Analysen bestätigen den Verdacht, dass Spinnen das verursachende Element sind», erklärte er.

    Alarmsaison bald vorbei

    Wie das Problem der vielen Fehlalarme gelöst werden könnte, ist offen. Die biologisch grösste Aktivität im Brückengebälk findet in den Sommermonaten statt, erklärte Hürlimann.

    Ziel sei es, bis nächsten Frühsommer Massnahmen umzusetzen, welche die Anzahl der Fehlalarme stark reduzieren.

    Die Fehlalarme verursachen der Stadt Luzern keine direkten Kosten. Druck auf die Stadt ausgeübt hat die Feuerwehr nach eigenen Angaben nicht. Stadt und Feuerwehr hätten indes ein Interesse, die Ursache der Fehlalarme zu kennen, erklärte Lang.

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    Kommentare

    User #5544 (nicht angemeldet)

    Mal mit Hochdruck abspritzen, diese Arachnoidenzucht.

    User #5464 (nicht angemeldet)

    Fand es unglaubwürdig, KI sagt weil neue Sensorik genauer/entfindlicher löst es alarm aus. Früher hat es spinnenfaden nicht erkannt, jetzt schon---

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