Menschenhandel

    Fachstelle berichtet von Rekordzahlen beim Menschenhandel

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Noch nie gab es in der Schweiz gemäss der Fachstelle für Frauenhandel und Frauenmigration (FIZ) so viele Fälle von Menschenhandel wie 2019.

    Noch nie gab es so viele Fälle von Menschenhandel in der Schweiz wie im Jahr 2019. (Archivbild)
    Noch nie gab es so viele Fälle von Menschenhandel in der Schweiz wie im Jahr 2019. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

    Das Wichtigste in Kürze

    • Noch nie gab es gemäss einer Fachstelle so viele Fälle von Menschenhandel wie 2019.
    • Von den 255 bekannten Fällen handelt es sich bei 169 um Frauen.

    Noch nie gab es in der Schweiz gemäss einer Fachstelle so viele Fälle von Menschenhandel wie 2019. Von den 255 bekannten Fällen handelt es sich bei 169 um Frauen.

    Dies hält die Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration (FIZ) in ihrem Jahresbericht fest. Die Opfer stammten unter anderem aus Nigeria, Ungarn, Afghanistan und Rumänien.

    Der grösste Teil der Betroffenen wurde im Sexgewerbe ausgebeutet, doch auch der Handel zwecks Ausbeutung als Arbeitskraft habe zugenommen: 32 Opfer seien hauptsächlich in Privathaushalten oder im Gastgewerbe ausgenutzt worden. Betroffen seien 14 Kantone.

    169 der 255 bekannten Opfer seien Frauen gewesen. Davon habe es sich um mehr als ein Drittel um geflüchtete Frauen gehandelt. Sie seien Opfer von Menschenhandel geworden und hätten in der Schweiz Schutz gesucht.

    Die FIZ konnte laut eigenen Angaben im vergangenen Jahr 61 Opfer beraten und unterstützen. Dabei habe die Fachstelle finanzielle Unterstützung unter anderem durch die Landeskirchen des Kantons Zürich erhalten.

    In 21 Fällen sei eine Rückschaffung in ein Dublin-Land abgewendet worden. 2019 hätten in einigen Kantonen Gerichtsprozesse gegen Menschenhändler stattgefunden. Für die Opfer stellten diese Gerichtsverfahren eine grosse Belastung dar, hiess es in der Mitteilung. Die Gerichtsprozesse bedeuteten für die Betroffenen aber auch eine Anerkennung des Unrechts, das ihnen widerfahren sei.

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