Menschenhandel

    BKA: Vereinzelte Erkenntnisse zu Menschenhandel bei OnlyFans

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Deutschland,

    Nach Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) gibt es «vereinzelte Erkenntnisse», wonach die Plattform OnlyFans mit Menschenhandel und Zwangsprostitution in Verbindung gebracht wird. Konkret teilte das BKA auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit: «Dem BKA liegen vereinzelte Erkenntnisse vor, dass auch die Plattform OnlyFans im Bereich Menschenhandel / Zwangsprostitution eine Rolle spielt.»

    only fans
    Logo von «Onlyfans». - keystone

    «OnlyFans toleriert keinerlei Menschenhandel, Zwang oder Ausbeutung. Wir haben umfangreiche Schutzmassnahmen eingeführt, die die Verifizierung von Creators, die Moderation von Inhalten, die Überwachung von Konten und die Zahlungsabwicklung umfassen», teilte OnlyFans diesbezüglich der dpa mit.

    Diese sollen laut dem Unternehmen mögliche Ausbeutung erkennen und sicherstellen, dass Creatorinnen und Creator die Kontrolle über ihre Konten behalten. OnlyFans ist eine Abo-Plattform, auf der Creatorinnen und Creator ihre Inhalte gegen Bezahlung anbieten, darunter vor allem sexuell explizite Inhalte.

    Das BKA beschreibt eine mögliche Vorgehensweise: Betroffene werden zunächst mit vermeintlich lukrativen Jobs, finanziellen Vorteilen oder der sogenannten Loverboy-Methode angesprochen. Im weiteren Verlauf werden sie mit psychischer oder physischer Gewalt unter Druck gesetzt, sexuelle Handlungen auf der Plattform vorzunehmen. Oftmals, so das BKA, behalten die Täter die Einnahmen und geben nur einen kleinen Teil davon an die Betroffenen weiter.

    Es gebe keinen Beleg dafür, dass diese Aktivität auf OnlyFans stattfinde, teilte OnlyFans mit. Wenn Bedenken auftreten, gehe man ihnen nach und ergreife angemessene Massnahmen, einschliesslich der Sperrung von Konten und Auszahlungen.

    Das BKA betont, dass auch andere Plattformen für Fälle von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung relevant sein können – OnlyFans sei dabei nicht die Einzige. Generell sei festzustellen, dass die fortschreitende digitale Dimension des Menschenhandels die Arbeitsweise von Menschenhändlern auch weiterhin stark beeinflusst.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Thomas Matter
    30 Interaktionen
    Nächste Absage
    «Halal und die Doppelmoral»
    167 Interaktionen
    Fleisch-Debatte

    MEHR IN NEWS

    Pike
    2 Interaktionen
    «Es brennt»
    Zuger Unternehmen

    MEHR MENSCHENHANDEL

    Menschenhandel
    26 Interaktionen
    192 neue Opfer
    menschenhandel
    Laut UN
    2 Interaktionen
    Menschenhandel
    Deutschland Flagge
    5 Interaktionen
    Berlin

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    a
    69 Interaktionen
    In Berlin
    Wetten, dass..?
    67 Interaktionen
    Ticketverkauf
    php
    6 Interaktionen
    Gefahr wächst