Diaphin-Missbrauch am HB Zürich – Politik reagiert
Drogen-Sorgen beim Zürcher HB: Offenbar gelangt dort ärztlich abgegebenes Diaphin auf den illegalen Drogenmarkt. Nun reagiert die Politik.

Das Wichtigste in Kürze
- Es gibt Hinweise, dass beim Zürcher HB ärztlich abgegebenes Diaphin missbraucht wird.
- Der Stadtzürcher FDP-Gemeinderat Thomas Hofstetter fordert deshalb, die Problematik genauer zu untersuchen und Massnahmen zu prüfen.
Im Gebiet rund um den Zürcher Hauptbahnhof, insbesondere bei Gleis 3 und an der Gessnerallee, gibt es Hinweise, dass ärztlich abgegebenes Diaphin auf den illegalen Drogenmarkt gelangt.

Der Stadtzürcher FDP-Gemeinderat Thomas Hofstetter fordert deshalb gemeinsam mit anderen Politikern, die Problematik genauer zu untersuchen und mögliche Massnahmen zu prüfen.

Diaphin ist pharmazeutisch hergestelltes Heroin, das im Rahmen einer heroingestützten Behandlung kontrolliert abgegeben wird.
«Wir wollen nicht die kontrollierte Behandlung infrage stellen, sondern mögliche Missbrauchsrisiken gezielt eindämmen», sagt Hofstetter.

Dazu schlägt er unter anderem eine bessere Rückverfolgbarkeit der Abgabe, eine Überprüfung der Tagesdosen und konsequentere Kontrollen vor. Auch die Situation rund um den Hauptbahnhof beschäftigt Hofstetter.
Er kenne Frauen, die sich durch den sichtbaren Drogenhandel besonders zu Randzeiten unwohl fühlten. Dies könne nicht nur das Sicherheitsgefühl der Passantinnen und Passanten beeinträchtigen, sondern auch dem Image Zürichs schaden.
Thomas Hofstetter warnt davor, dass sich die Situation verschärfen könnte. «Darum ist es wichtig, jetzt auf politischer Ebene Lösungen zu suchen.»
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst im «Tagblatt Zürich» erschienen.








