Extinction Rebellion blockiert vorübergehend Genfer Parkhaus

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    Genève,

    Klima-Aktivisten haben heute Samstag den Eingang eines Parkhauses in Genf blockiert. Nach einer Stunde zogen sie sich frühzeitig zurück.

    Die Blockade von Extinction Rebellion in Genf verursachte bei einigen Autofahrerinnen und Autofahrern Ärger.
    Die Blockade von Extinction Rebellion in Genf verursachte bei einigen Autofahrerinnen und Autofahrern Ärger. - sda - KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Aktivisten-Gruppe Extinction Rebellion hat am Samstag ein Genfer Parkhaus blockiert.
    • Die Aktion dauerte eine knappe Stunde – dann zogen sich die Aktivisten zurück.
    • Sie wollten gegen Gewohnheiten von Autofahrern protestieren.

    Rund drei Dutzend Aktivisten der Umweltbewegung Extinction Rebellion haben in Genf am Samstagmittag den Zugang zu einer Parkgarage blockiert. Ihre Aktion dauerte eine knappe Stunde. Es war die erste Blockadeaktion im öffentlichen Raum in der Rhonestadt.

    Zunächst hätten die Aktivistinnen und Aktivisten ihre Sperre länger aufrechterhalten wollen. Doch weil Markttag war und angesichts des Ärgers bei Betreibern von Ladengeschäften zogen sie sich frühzeitig zurück. Im November hatten Aktivisten von Extinction Rebellion das Flugzeugterminal für Privatjets am Flughafen Genf blockiert.

    Genf
    Aktivisten von «Extinction Rebellion» halten in Genf ein Transparent mit der Aufschrift «Si pa moi, qui?» (Wenn nicht ich, wer dann?) in die Höhe. - dpa

    Um 12:00 Uhr entrollten die Aktivistinnen und Aktivisten zwei blaue Transparente von Extinction Rebellion mit der Frage «Wenn nicht jetzt, wann dann?» und «Wenn nicht ich, wer?». Autofahrerinnen und -fahrer konnten deshalb nicht ins Rive-Parkhaus einfahren. Die Ausfahrt des Parkhauses blieb aber frei.

    Aktivisten protestieren gegen «Gewohnheiten»

    Im Auge hatten die Umweltaktivisten nicht Menschen, sondern Gewohnheiten, wie einer von ihnen sagte. Autos nähmen zudem viel Platz in Anspruch, und häufig sitze nur eine Person darin.

    Genf
    Aktivisten von Extinction Rebellion heute Samstag in Genf. - Keystone

    Mit Flugblättern und an einem Essstand wollten die Aktivisten Autofahrer und Passanten auf ihr Anliegen aufmerksam machen. Fünf Personen hatten sich an ein auf die Strasse gestelltes Regal gekettet, damit die Autos nicht passieren konnten. Von leichten Verkehrsbehinderungen abgesehen verlief die Aktion ruhig.

    Die Bewegung Extinction Rebellion (wörtlich auf Deutsch: Rebellion gegen das Aussterben) will mit Aktionen des zivilen Ungehorsams den Druck auf die Regierungen erhöhen und damit Massnahmen gegen das Massenaussterben von Tieren und Pflanzen und gegen das Aussterben der Menschheit als Folge der Klimakrise und der Vernichtung von Lebensraum erzwingen.

    Genf
    Aktivisten der Extinction Rebellion blockieren den Zugang zum Parkplatz Rive während einer Demonstration. - Keystone

    Die Bewegung, die 2018 in Grossbritannien gegründet wurde, fordert unter anderem, dass die nationalen Regierungen sofort den Klimanotstand ausrufen.

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