Cern startet Anhörung zu neuem Teilchenbeschleuniger
Das Cern startet in der Schweiz und in Frankreich die öffentliche Anhörung für sein Projekt eines neuen Teilchenbeschleunigers. Über vier Monate kann sich die Bevölkerung zum «Future Circular Collider» (FCC) äussern. Ein Entscheid über das Projekt fällt frühestens 2028.

Der Austausch mit der Öffentlichkeit sei Teil der Vorbereitungen für den endgültigen Projektentscheid, teilte die Europäische Organisation für Kernforschung (Cern) am Mittwoch mit. Das Projekt befinde sich derzeit noch in der Studienphase.
Sollte das Projekt bewilligt werden, würde der Teilchenbeschleuniger in einem 91 Kilometer langen, ringförmigen Tunnel gebaut. Dieser verliefe in einer durchschnittlichen Tiefe von 200 Metern unter dem Kanton Genf sowie den französischen Departementen Haute-Savoie und Ain.
In der Anlage sollen Elektronen mit ihren Antiteilchen, den Positronen, zur Kollision gebracht werden. Das Cern verspricht sich davon Resultate mit hoher Präzision, um grundlegende Fragen der Physik zu erforschen.
In der Schweiz beginnt das Konsultationsverfahren am 18. Mai und dauert bis zum 2. Oktober. In Frankreich findet vom 2. Juni bis zum 1. Oktober eine öffentliche Debatte statt.
Geplant sind in beiden Ländern öffentliche Treffen, Workshops und Besichtigungen.










