Weltweiter Weinkonsum sinkt auf niedrigsten Stand seit 1957

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Frankreich,

Der Weinkonsum ging um 2,7 Prozent auf den niedrigsten Stand seit 1957 zurück. Gründe sind gesellschaftliche Veränderungen und wirtschaftliche Unsicherheiten.

Weltweit wird so wenig Wein getrunken wie seit fast 70 Jahren nicht mehr. (Archivbild)
Weltweit wird so wenig Wein getrunken wie seit fast 70 Jahren nicht mehr. (Archivbild) - Keystone/DPA/FINN WINKLER

Das Wichtigste in Kürze

  • Im letzten Jahr wurden nur noch 208 Millionen Hektoliter Wein getrunken.
  • Es ist der tiefste Stand seit 1957 und ein Rückgang um 14 Prozent seit 2018.
  • Neben gesellschaftlichen Veränderungen spielen auch der Krieg und die Zölle eine Rolle.

Der weltweite Weinkonsum ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 1957 gesunken. Der Konsum sank auf 208 Millionen Hektoliter, was gegenüber 2024 einen Rückgang um 2,7 Prozent und gegenüber 2018 einen Rückgang um 14 Prozent bedeutet.

Dies teilte die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV) im französischen Dijon mit. Die Gründe seien langfristige gesellschaftliche Veränderungen und jüngste wirtschaftliche Unsicherheiten, von der Corona-Pandemie über Inflation und Konflikte bis hin zu Zöllen.

Der Weinkonsum ist rückläufig. - keystone

Der daraus resultierende Anstieg der Produktionskosten und Preise sowie der gleichzeitige Rückgang des verfügbaren Einkommens der Verbraucher hätten die Nachfrage stark belastet. Besonders bemerkbar machten sich zuletzt Absatzrückgänge in den USA, China und dem klassischen Weinland Frankreich. Dort ist der Konsum seit Jahrzehnten rückläufig, teilte die OIV mit.

In Frankreich, dem weltweit nach den USA zweitgrössten und europaweit wichtigsten Weinmarkt, sank der Konsum 2025 auf 22 Millionen Hektoliter, ein Rückgang im Vorjahresvergleich um drei Prozent. In Italien, mit einem Konsum von 20,2 Millionen Hektolitern das zweitwichtigste Weinland in Europa, betrug der Rückgang 9,4 Prozent. An dritter Stelle liegt Deutschland, mit einem Konsum von 17,8 Millionen Hektolitern und einem Rückgang von 4,3 Prozent.

Neuausrichtung der Frage, wie, wo und warum Wein

Veränderungen im Konsumverhalten hätten vor Jahrzehnten bereits zu einer Abkehr von einem historischen Modell geführt, das durch einen hohen Konsum von preiswertem Tafelwein in einer relativ kleinen Gruppe von Ländern geprägt war.

Trinkst du oft Wein?

Weltweit ging das Gesamtkonsumvolumen dadurch zwar zurück, doch der Trend zu besseren und teureren Weinen und die Erschliessung neuer Märkte in den Industrieländern hätten zu einem Wertzuwachs geführt, der letztlich dem Weinsektor zugutekam, hiess es von der OIV.

Bei den sich wandelnden Konsumtrends aktuell gehe es nicht nur um geringere Absatzmengen. Mit dem Aufkommen neuer, vielfältigerer, dynamischerer und vor allem digitaler orientierter Bevölkerungsgruppen gebe es eine Neuausrichtung der Frage, wie, wo und warum Wein konsumiert werde.

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Kommentare

User #6326 (nicht angemeldet)

Ein Problem für Massenanbieter wie Mövenpick. Die leiden jetzt schon mächtig.

User #6105 (nicht angemeldet)

Wie sollen vor allem die Jungen, wenn das Geld eh immer knapp ist, auch noch Wein kaufen, oder in der Beiz bestellen können? Fusel vielleicht ja, aber eine ordentliche Flasche kostet ja in der Beiz schnell mal 40 bis 50 Stutz. RedBull mit billigem Wodka ist billiger. Dazu kommt die Promille-Angst, den Check zu riskieren.

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