Durchfahrverbot: Erfolg in Birsfelden – nun Stau im Nachbarquartier
Das Durchfahrtsverbot sorgt in Birsfelden BL für weniger Ausweichverkehr. Allerdings gibt es nun Beschwerden aus dem Nachbarquartier in Basel-Stadt.

Der Verkehr in den Quartierstrassen von Birsfelden BL hat seit der Einführung der automatischen Durchfahrtskontrolle (ADK) um durchschnittlich 25 Prozent abgenommen.
Allerdings gibt es nun Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern des benachbarten Basler Lehenmattquartiers, wie SRF berichtet. Sie beklagen sich darüber, dass ihre Strassen zunehmend von Autobahnstau-Ausweichenden verstopft werden.

Das gilt vor allem für die Basler Birsstrasse. Für die 2,5 Kilometer lange Strasse brauche man aktuell 20 bis 30 Minuten, sagt Stephan Flury, Präsident des Neutralen Quartiervereins Breite-Lehenmatt, bei SRF. «Das fängt an, sobald es auf der Autobahn leicht zu stocken beginnt», so Flury.
Das Baudepartement Basel-Stadt räumt ein, dass es mehr Ausweichverkehr im Lehenmattquartier gibt. Allerdings führt das Departement dies nicht auf Birsfelden zurück, sondern hauptsächlich auf eine Grossbaustelle auf der A2 auf städtischem Boden.
Stephan Flury wünscht sich eine gemeinsame Verkehrsregelung zwischen Basel und Birsfelden über die Kantonsgrenze hinweg. Auch Lösungen mit Ampeln oder Sicherheitspersonal wären für ihn denkbar.
Fast drei Millionen Franken an Einnahmen generiert
In Birsfelden BL wird seit September letzten Jahres für jeden eine Strafe von 100 Franken verhängt, der ohne Erlaubnis innerhalb von 15 Minuten durch Wohngebiete fährt.
Bis zum Jahresende wurden um die 30'000 Bussen ausgestellt, was fast drei Millionen Franken an Einnahmen generiert hat.
Zu Beginn wurden täglich bis zu 2000 Verstösse gegen das Durchfahrtsverbot geahndet. Inzwischen ist diese Zahl auf etwa 70 gesunken.












