Beschwerde: Sind die 28'000 Bussen in Birsfelden BL widerrechtlich?

Marie Augustin
Marie Augustin

Muttenz,

Seit September gilt in Birsfelden BL ein Durchfahrverbot auf Quartierstrassen. Immer noch ist unklar, ob jenes rechtlich legitim ist.

Durchfahrtskontrolle Franken Bussen Birsfelden
Dieses Auto überfährt bald die Sicherheitslinie. Ob die Lenkerin oder der Lenker das beidseitig signalisierte Fahrverbot beachtet? - AM

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Durchfahrverbot sorgt in Birsfelden BL für 28'000 Bussen.
  • Nun wurde dagegen eine Beschwerde eingereicht.
  • Die Baselbieter Regierung muss das Bussensystem jetzt unter die Lupe nehmen.

Das Durchfahrverbot mit dem automatischen Kamerasystem in Birsfelden BL beschäftigt weiterhin Autofahrende und Rechtsexperten.

Während andere Gemeinden bereits überlegen, ebenfalls eine Automatische Durchfahrtskontrolle (ADK) einzuführen, ist die Rechtsgrundlage weiter unklar.

Begrüsst du eine Beruhigung des Quartierverkehrs durch ein Durchfahrverbot?

Gebüsst wird, wer von der Kantonsstrasse auf die Quartierstrassen ausweicht und für die Durchfahrt weniger als 15 Minuten benötigt. Demnach hat die Gemeinde Birsfelden seit September bereits 28'000 Bussen verteilt.

Unklar ist laut dem Professor für Staatsrecht an der Universität Basel, Markus Schefer, ob das Verbot verhältnismässig sei. Es stehe infrage, ob es gegen das Strassenverkehrsrecht oder den in der Bundesverfassung verankerten Schutz der Privatsphäre verstosse.

Birsfelden BL Durchfahrverbot Bussen
In Birsfelden BL wurde die Automatische Durchfahrtskontrolle Anfang September eingeführt. - keystone

«Das sind alles schwierige Fragen, die selbst ein Rechtsdienst der Regierung nicht einfach aus dem Ärmel schütteln kann», so Schefer bei SRF.

Der kantonale Datenschutz hat die Überwachung zwar bewilligt und auch die kantonale Sicherheitsdirektion hat ihre Genehmigung erteilt.

Doch Klarheit wird nur eine Beschwerde bringen, wie sie nun von einer Person beim Regierungsrat eingereicht wurde. Das berichtet SRF. Der Entscheid könne schliesslich von beiden Parteien an das Kantonsgericht weitergezogen werden.

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Kommentare

User #3459 (nicht angemeldet)

Am besten Auto verkaufen und sich ein Velo zu tun oder zu Fuss gehen, somit verdient der Staat nix mehr an Ihnen oder halt alles Akzeptieren wie es ist und sich nicht stressen lassen vom Verbot Land Schweiz oder Auswandern wo es weniger Vorschriften gibt ..wo keine Bünzli Herrschaft lebt!

User #4976 (nicht angemeldet)

dieses Gehabe wegen Durchfahrt ist doch nur, um die Kasse zu füllen, mehr nicht!

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