Deshalb macht es Sinn, Sportplätze zu bewässern!
Lange Trockenphasen erhöhen den Druck, Wasser zu sparen. Doch Sportplätze werden regelmässig bewässert – aus gutem Grund.

Ein sattes Grün ist der Traum eines jeden Fussballers. In besonders trockenen Phasen werden Fussballplätze daher bis zu dreimal wöchentlich bewässert. Während die Bevölkerung dazu aufgerufen wird, sorgfältig mit Wasser umzugehen stellt sich somit zu Recht die Frage, warum die Plätze dann bewässert werden.
In Kreuzlingen etwa würden nur Plätze bewässert, die für den Ligabetrieb benötigt werden. «Bei uns in Kreuzlingen sind je zwei Felder beim Gebiet Klein Venedig und Döbeli. Bei allen vier Feldern handelt es sich um Sportrasen nach DIN-Norm», erklärt Ruedi Wolfender, Leiter Sportanlagen und Betriebe.
Um möglichst wenig Wasser durch Verdunstung zu verlieren, würden die Plätze schon früh morgens, gegen 5 Uhr, bei möglichst niedrigeren Temperaturen bewässert. Komplett verzichten könne man nicht, «das schädigt den Rasen und den Platz langfristig.

Zudem werden auch nur die Sportrasen intensiv bewässert. Auf den Nebenplätzen liegt humusreicher Naturrasen, dieser kann die Feuchtigkeit länger speichern.» Diese würden nur so bewässert, um diese knapp am Leben zu erhalten. Dieser Spagat werde auch in Zukunft beschäftigen.
«Die Trockenheit ist erst ein beginnender Prozess, der uns noch Jahre beschäftigen wird», so Wolfender. Auch die Stadt Weinfelden bewässert ihre Sportplätze, genauer gesagt die beiden Hauptplätze der Güttingersreuti, sowie zwei Trainingsplätze.
«Jeden dritten Tag werden die Bewässerungsstationen für 45 Minuten laufengelassen, um ein Vertrocknen der Plätze zu verhindern», erklärt Reto Stäheli, Leiter Sportanlagen der Stadt Weinfelden.
Die Stadt Weinfelden verwendet für die Bewässerung Leitungswasser, sagt aber auch: «Wir haben einen öffentlichen Auftrag und möchten den Vereinen die Möglichkeiten bieten, ihren Trainings- und Spielbetrieb auch in solchen Situationen aufrechtzuerhalten.»
Zudem habe die Bewässerung der Plätze auch einen Sicherheitsaspekt. «Ausgetrocknete Plätze haben eine erhöhte Rutschgefahr und stellen somit ein Verletzungsrisiko dar. Die Rasenpflege wurde aber deutlich heruntergefahren gegenüber vergleichbaren Monaten in vergangenen Jahren.»
Auch Steckborn bewässert seinen Sportplatz Emmig, damit dieser bespielbar bleibt. «Die Bewässerung erfolgt zurückhaltend und bedarfsgerecht. Viele städtische Park- oder Wiesenflächen werden bewusst nicht bewässert», betont Stadtpräsident Moritz Eggenberger.
Steckborn verwendet zur Bewässerung Trinkwasser. Jedoch: «Beim neuen Sportplatz ist die Umnutzung des stillgelegten Reservoirs als Speicher für überschüssiges Wasser aus Quellfassungen, welches ansonsten ungenutzt abfliessen würde, vorgesehen. Damit soll der Rasen künftig noch ressourcenschonender bewässert werden», so Eggenberger.
Unabhängig von der Sportplatzbewässerung sei die Trinkwasserversorgung in Steckborn dank des eigenen Seewasserwerks sowie mehreren Quellfassungen gut aufgestellt. Dennoch gilt in der Stadt ein Wasserspargebot.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in den «Kreuzlinger Nachrichten» erschienen.












