Das Berner Ostring-Quartier ist von Gegensätzen geprägt: Villen mit schönen Gärten und in die Jahre gekommene Wohnblocks direkt an der Autobahn A6.
A6
Lärmwand an der A6 im Ostring-Quartier. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Villen und Wohnblocks sind im Berner Ostring-Quartier nahe beieinander.
  • Der Autolärm der A6 macht dem ungleichen Quartier zu schaffen.
  • Ein Tunnel verspricht Besserung - jedoch erst in 20 bis 25 Jahren.

Verwunschenes und Verwünschtes liegt im Berner Ostringquartier nahe beieinander. Grüne Wiesen und saftige Felder säumen den Berner Stadtrand. Aus prächtigen Gärten lugen alte Villen hervor. Doch gleich um die nächste Ecke wird es laut – sehr laut sogar.

Die Giacomettistrasse liegt direkt an der Autobahn A6 und gilt damit als eine der lautesten Strassen der Schweiz. Gleich hinter den Lärmschutzwänden befinden sich Reihenmehrfamilienhäuser und Wohnblocks. Hier wohnt man wegen der bezahlbaren Mieten.

Autobahn soll verschwinden

Unterhalb der Autobahn liegt der Freudenbergplatz, eine wichtige Verkehrsdrehscheibe. Der Ostring ist gesäumt von vierstöckigen Reihenmehrfamilienhäusern, die ihrerseits auch in die Jahre gekommen sind. Richtung Thunplatz werden die Gärten und Villen wieder zahlreicher, das Berner Botschaftsquartier im Muri- und Kirchenfeld kündigt sich an.

Das Teilstück der A6 gehört zur Berner Stadttangente, die in den 1970er-Jahren in Betrieb genommen wurde. Die Autobahn galt damals als fortschrittlich, auch wenn sie sich mitten durchs Siedlungsgebiet frass. Heute hat sich der Blick auf Siedlung und Verkehr gewandelt.

Die Autobahn soll in 20, 25 Jahren in einem Tunnel unter dem Boden verschwinden, sodass der Siedlungsraum wieder zusammenwachsen kann.

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