Anwohner forderten wegen Lärms den Bau eines Tunnels und einer Einhausung auf der A1 bei Oensingen SO. Dem Regierungsrat sind die Kosten aber zu hoch.
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Die A1 bei Oensingen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die A1 zwischen Luterbach und Härkingen SO soll auf sechs Spuren ausgebaut werden
  • Anwohner in Oensingen SO forderten dabei den Bau eines Tunnels und einer Einhausung.
  • Solchen Projekten hat der Regierungsrat wegen zu hoher Kosten eine Absage erteilt.

Der Kanton Solothurn will die A1 zwischen Luterbach und Härkingen SO wegen starken Verkehrs von vier auf sechs Spuren ausbauen. Dabei forderten Anwohner, Naturschützer und Bauern mehrere Umbauten zum Lärmschutz. Unter anderem wünschte man sich bei Oensingen SO eine Einhausung und einen Tunnel. Der Regierungsrat sieht das ganze aber etwas anders und entscheidet sich gegen beide Lösungen.

Aus ökologischer Warte und Sicht des Landschaftsschutzes könne einem Tunnel zwar ein gewisser Nutzen zugeordnet werden. «Dieser steht jedoch in einem schlechten Verhältnis zu den Kosten», heisst es in einer Mitteilung des Regierungsrates.

Auch stellt sich der Regierungsrat gegen eine Einhausung, eine Lärmschutzwand habe eine höhere Wirkung auf die Wohngebiete. Es wird betont: «Der Regierungsrat hat sich bei seinem Entscheid nicht nur von den Kosten leiten lassen.» Die geforderten Bauten hätten den Ausbau der A1 nämlich um fünf bis sechs Jahre verzögert.

Anwohner wollen sich weiter für A1-Tunnel einsetzen

Laut «SRF» kritisieren die Anwohner den Entscheid des Regierungsrats. Dieser habe mit falschen Zahlen hantiert. In einer eigenen Rechnung kommen sie auf tiefere Kosten für den Tunnel.

Sie künden an, sich weiter für den Bau eines Tunnels einzusetzen. Das Geschäft ist nämlich noch nicht ganz durch – es fehlt noch die Zustimmung des Kantonsparlaments.

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