G7-Gipfel

Genfer Staatsanwaltschaft plant am G7-Gipfel besondere Vorkehrungen

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Genève,

Die Genfer Staatsanwaltschaft hat während des G7-Gipfels im französischen Evian ein grösseres Dispositiv vorgesehen. Um auf zahlreiche Festnahmen reagieren zu können, arbeitet man mit dem «gefährlichsten Szenario», wie Generalstaatsanwalt Olivier Jornot sagte.

Der Genfer Generalstaatsanwalt Olivier Jornot will rund um den G7-Gipfel in Evian für alles gewappnet sein. (Archivbild)
Der Genfer Generalstaatsanwalt Olivier Jornot will rund um den G7-Gipfel in Evian für alles gewappnet sein. (Archivbild) - KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI

Er plane, die regulären personellen Ressourcen während des G7-Gipfels zu verdoppeln oder zu verdreifachen, sagte Jornot in einem Interview mit «Le Temps» vom Montag. Dabei sollen «täglich bis zu sechs Staatsanwälte in Bereitschaft mit der erforderlichen Unterstützung» zur Verfügung stehen.

Der Gipfel findet vom 15. bis 17. Juni auf der französischen Seite des Genfersees statt. Um die Staatsanwälte zu entlasten, werden die üblichen Anhörungen mit Inhaftierten während dieser Zeit drastisch reduziert.

Laut Jornot gibt es rund um den G7-Gipfel zwei Bereiche von Sicherheitsrisiken. Der erste Bereich umfasse Terrorismus oder Handlungen gegen Staatschefs und ihre Delegationen. Dafür sei die Bundesanwaltschaft zuständig. In die Zuständigkeit der Genfer Staatsanwaltschaft falle der zweite Bereich. Dabei gehe es um Demonstrationen, Gewalttaten und Sachbeschädigungen, zu denen es vor, während oder nach dem Treffen kommen könnte.

Der Kanton Genf verschärft während des Gipfels in Evian die Grenzkontrollen. Vom 12. bis 18. Juni sollen nur noch sieben der 35 Genfer Grenzübergänge geöffnet bleiben. Das kündigte Staatsratspräsident Thierry Apothéloz vergangenen Mittwoch vor den Medien an. Die Behörden verwiesen dabei auf die Erfahrungen des G8-Gipfels von 2003 in Evian, als es in Genf zu massiven Sachbeschädigungen gekommen war.

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