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    Darum liegt Google Maps manchmal kreuzfalsch

    Andrea Schüpbach
    Andrea Schüpbach

    Maggia,

    In der Gemeinde Maggia lotst Google Maps Touristen – darunter den Rapper «Kollegah» – auf einen gefährlichen Weg. Nun erklärt der Tech-Riese die Gründe.

    Maggia Wasserfall Kollegah
    «Google Maps ist falsch»: Die Gemeinde Maggia weist mit Schildern auf den korrekten Weg zum Cascata del Salto hin. - Google

    Das Wichtigste in Kürze

    • In der Gemeinde Maggia kommen Touristen immer wieder auf den falschen Weg.
    • Die Gemeinde meldete dies Google Maps, jedoch ohne Erfolg.
    • Gegenüber Nau.ch erklärt Google, warum es zu Fehlern bei Wegen kommen kann. Und was zu tun ist.

    Ein Tor versperrt den Durchgang – «Wanderweg zum Wasserfall geschlossen», steht auf einem Schild. Trotzdem sagt Google Maps: Weitergehen.

    In der Tessiner Gemeinde Maggia irren Touristen immer wieder auf einen gefährlichen Weg-Abschnitt.

    Hast du dich wegen Google Maps schon verfahren/verlaufen?

    Die Gemeinde warnt aktiv mit Schildern, man soll nicht über die rechte Fluss-Seite zum Wasserfall «Cascata del Salto» wandern. «Google Maps ist falsch!» (Bild oben)

    Das passiert immer wieder – auch prominenten Gästen.

    Kollegah «begibt sich in Gefahr»

    «Er begibt sich unnötig in Gefahr», warnte Luca Invernizzi von der Gemeinde. Die Worte sind an «Kollegah» (nennt sich nun Felix Blume) gerichtet. Der deutsche Skandal-Rapper malt heute auch Bilder und ist auf Inspirationsreise im Tessin. (Hier geht's zum Nau.ch-Artikel)

    Google Maps lockt dennoch auf den Wanderweg. Die Tessiner Behörden suchten den Kontakt zum Tech-Riesen. «Ohne Erfolg», so Invernizzi.

    Google Maps
    Felix Blume (früher Kollegah) widmet sich immer häufiger der Malerei, Inspiration sucht er sich im Tessin. - Instagram

    Google Maps: So entstehen Weg-Fehler

    Gegenüber Nau.ch nimmt nun die Schweizer Medien-Abteilung von Google Stellung. Man erklärt, warum es zu falschen Weg-Beschreibungen kommen kann.

    Die Weg-Informationen würden von verschiedenen Quellen stammen. Ortschaften, Strassennamen, Grenzen oder Strassennetzwerke kommen einerseits von Drittanbietern und öffentlichen Quellen. Aber auch von Inputs von Nutzern.

    Google Maps
    Der Wasserfall Cascata del Salto im Maggiatal ist ein beliebtes Ausflugsziel. Man sollte über die linke Seite hinwandern, nicht über rechts, wie es Google Maps anzeigt. - keystone

    Zu einzelnen Situationen wie jener in Maggia äussere man sich nicht im Spezifischen. «Im Allgemeinen bieten diese Quellen eine starke Basis für umfassendes und aktuelles Kartenmaterial.»

    Doch man gibt Fehler zu: «Natürlich entstehen auch Ungenauigkeiten, welche von einer der verschiedenen Quellen herkommen können.»

    Hier können falsche Wege gemeldet werden

    Das Kartenmaterial werde regelmässig aktualisiert, allerdings variiere der Zeitaufwand. Sowohl Nutzer als auch öffentliche Stellen und Institutionen könnten fehlende Einträge melden. Letztere über das «Geo Data Upload Tool».

    Bist du gut in Geografie?

    Dadurch könne der reguläre Update-Prozess «unter Umständen» beschleunigt werden. Und neue Routen «möglichst rasch» eingebunden werden, so Google weiter.

    Maggia-Weg ist «seit Jahren» gesperrt

    Es braucht aber Geduld, wie der Fall Maggia zeigt. Die Behörden sagen gegenüber Nau.ch, dass der Wanderweg «seit Jahren» gesperrt sei.

    Auch in den Google-Rezensionen warnen Touristen potenzielle Besucher. «Folgen Sie nicht dem Weg auf Maps, sondern links rum an der Kirche vorbei!», schreibt jemand.

    Andere: «Schöner Wasserfall – Achtung bei Google Maps, Wanderpfad dorthin ist irreführend!» – «Versuchen Sie nicht abzukürzen – Dort ist es wirklich gefährlich.»

    Invernizzi stimmt den Kommentaren zu. «Der Wasserfall ist über die andere Seite über einen bequemen Wanderweg erreichbar.»

    Castata del Salto
    Google Maps führt zum gesperrten Wanderweg – zum beliebten Wasserfall sollte man links herumlaufen. - Google Maps

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    Kommentare

    User #2207 (nicht angemeldet)

    Essenslieferanten landen bei mir auch immer im falschen Quartier, weil der kleine Fussweg (der halt kein Fahrverbot hat) bei Maps als Strasse hinterlegt ist... x-mal gemeldet und nichts ist passiert!

    User #4201 (nicht angemeldet)

    Auch das beste Navi ist nur so klug wie der, der es nutzt. Eine Weisheit die schon solange gilt wie es Navigationshilfen gibt.

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