USA wollen mit Iran-Sanktionen bald Banken ins Visier nehmen
US-Finanzminister Scott Bessent hat im Rahmen des angekündigten verstärkten wirtschaftlichen Drucks auf den Iran baldige Sanktionen gegen Banken in Aussicht gestellt. Wahrscheinlich werde man diese Woche eine solche Massnahme verkünden, nächste Woche werde dann eine weitere folgen, sagte er am Rande eines G20-Ministertreffens in Asheville im Bundesstaat North Carolina. «Wir sprechen hier mit unseren Verbündeten», betonte er und erwähnte grosse Unterstützung unter anderem seitens der EU und Grossbritanniens.
Bessent hob auch hervor, dass die USA Vermögenswerte der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) aufspüren würden. Konkret nannte er in diesem Zusammenhang Konten auf den Britischen Jungferninseln.
Der US-Finanzminister hatte vergangene Woche angekündigt, dass sein Land den Iran mit neuen Sanktionen wirtschaftlich noch weiter isolieren und so die Führung in Teheran in die Knie zwingen wolle. Einen konkreten Überblick über sämtliche geplante Massnahmen gab er dabei allerdings nicht. Sein Ministerium kündigte an, dass sogenannte Sekundärsanktionen gegen Länder und Organisationen verhängt werden könnten, die in fünf Wirtschaftssektoren geschäftlich tätig seien: digitale Vermögenswerte, Technologie, Gold, Luftfahrt und Schifffahrt.
Die Vereinten Nationen, die USA und die Europäischen Union hatten im Laufe der Jahre bereits umfangreiche Sanktionen gegen Iran verhängt. Ob die USA mit ihrem angekündigten neuerlichen Druck im festgefahrenen Iran-Krieg ihren Zielen näher kommen, blieb zunächst unklar.
Der Grund, warum das im Juni mit Teheran vereinbarte Rahmenabkommen, nicht funktioniert habe, sei – wie US-Präsident Donald Trump gesagt habe -, dass der Iran nicht bereit für ein Abkommen gewesen sei, sagte Bessent nun. Seine Aufgabe sei, dafür zu sorgen, dass der Iran einen Deal wolle.










