In der Schweiz sind 1641 Personen in Folge des Coronavirus gestorben, 30'725 sind infiziert. Der Bundesrat hat die «ausserordentliche Lage» ausgerufen.
Coronavirus Bern
Eine Tafel mit den Hinweisen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zu den Verhaltensregeln gegen die Verbreitung des Coronavirus steht auf einem leeren Platz in Bern. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • 30'725 Personen wurden bisher in der Schweiz positiv getestet, 1641 sind verstorben.
  • Neueste Zahlen vom 23. Mai: +18 Infizierte +3 Tote innerhalb von 24 Stunden.
  • Hier im Ticker finden Sie alle nationalen und internationalen News zum Coronavirus.

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21.49: Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer fordert weitere Lockerungen für das Gastgewerbe. Zwei Meter Abstand, nicht mehr als vier Personen an einem Tisch und Sperrstunde ab Mitternacht seien zu streng. Viele Wirte litten unter diesen Vorschriften, einige hätten bereits wieder schliessen müssen, sagte Platzer der «Tagesschau».

Platzer schlägt dem Bundesrat vor, den Mindestabstand in Gastrobetrieben zu verringern. Als Beispiel gibt er Österreich an, wo von den Behörden nur ein Meter gefordert werde.

Gastrosuisse casimir platzer Coronavirus
Der Präsident von Gastrosuisse, Casimir Platzer. - Keystone

20.30: In Deutschland sind bis Samstagabend mehr als 178 100 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.00 Uhr: mehr als 177 600 Infektionen).

Mindestens 8229 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.00 Uhr: 8197). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

BAG-Koch warnt vor zweiter Welle im Winter

20.04: Die Schweiz nimmt schrittweise Lockerungen der Corona-Beschränkungen vor. Dabei machen sich viele Menschen Sorgen über eine zweite Welle. Im Interview mit der «Schweiz am Wochenende» beurteilt Daniel Koch das Risiko.

Er erklärt, dass eine zweite Welle in der kälteren Jahreszeit wahrscheinlich sei. Dann werden wieder mehr Viren zirkulieren als derzeit, wodurch die Identifikation schwierig sein wird. Dadurch werden auch Infektionsketten schwerer nachvollziehbar sein.

Daniel Koch
Daniel Koch während einer Medienkonferenz zum Coronavirus. - Keystone

Diese seien im Moment sehr wichtig. Das Ansteckungsrisiko sei nicht mehr so hoch. Ein Problem gebe es erst, wenn sich an einem grossen Event viele Menschen anstecken. Deshalb seien auch grosse Events wie Festivals nicht erlaubt.

18.50: Im US-Bundesstaat New York ist die Zahl der Toten an einem Tag erstmals seit zwei Monaten wieder zweistellig. Am Freitag seien in dem Bundesstaat mit rund 19 Millionen Einwohnern 84 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Dies sagte Gouverneur Andrew Cuomo heute bei einer Pressekonferenz.

«Diese Nachrichten sind gute Nachrichten», sagte Cuomo weiter. «Das ist ein Zeichen, dass wir echte Fortschritte machen.» Auch die Zahl der Neuinfektionen ging in dem Bundesstaat weiter zurück.

Coronavirus
Auch in New York wird gegen die Lockdown-Massnahmen wegen des Coronavirus demonstriert. - Keystone

Zum Höhepunkt der Krise in New York im März und April waren bis zu 800 Menschen pro Tag gestorben. Insgesamt haben sich in dem Bundesstaat bislang mehr als 360 000 Menschen angesteckt, rund 29 000 sind gestorben.

16.33: Die Stadtpolizei Zürich musste am Sechseläutenplatz eingreifen, die Demonstration wurde aufgelöste. Gemäss der Stadtpolizei waren heute deutlich weniger Demonstranten vor Ort als in der Woche zuvor. Offenbar hat das schlechte Wetter viele Teilnehmer abgehalten.

Insgesamt 80 Personen nahmen an der Demonstration teil. Die Stadtpolizei hat 39 Personen verzeigt, fünf wurden auf eine Wache gebracht.

Coronavirus: Nur wenig Demonstranten in Bern

15.25: In Bern befinden sich nur noch vereinzelt Personen rund um den Bundesplatz. Den Anweisungen der Polizei sei mehrheitlich Folge geleistet worden.

In Zürich verlagert sich die Corona-Demo ans Stadthausquai. Auch dort sei man aber polizeilich vor Ort.

15.15: Der Corona-Hotspot Spanien will erst im Juli seine Grenzen für ausländische Touristen öffnen. «Ab Juli wird der Empfang ausländischer Touristen unter sicheren Bedingungen wiederaufgenommen werden.» Dies sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Samstag in einer Rede an die Nation.

Hoffnung zunichtegemacht

Mit seiner Ankündigung machte Sánchez Hoffnungen auf eine frühere Wiederaufnahme des Tourismus zunichte. Diese waren jüngst gewachsen, nachdem ein anderer Corona-Brennpunkt, Italien, die Grenzöffnung für Touristen ab dem 3. Juni angekündigt hatte.

14.27: In Bern und Zürich versammeln sich nun doch einige Dutzend Personen mit Transparenten für Coronavirus Demos.

Die Stadtpolizei Zürich ruft dazu auf, den Sechseläutenplatz zu verlassen, da Ansammlungen von mehr als fünf Personen verboten sind. Die uneinsichtigen Personen werden kontrolliert und verzeigt.

Auch in Bern scheinen sich ein paar Corona-Massnahmen-Gegner zu versammeln. Auch dort setzt man auf das direkte Gespräch.

An den ersten beiden Mai-Samstagen hatten jeweils Hunderte Menschen in Bern gegen die Corona-Massnahmen des Bundes demonstriert. Am vergangenen Samstag erstickte die Polizei erstmals jeglichen Demo-Versuch im Keim.

An diesem Samstag war die Ausgangslage insofern anders, als der Bund neuerdings Kleinstdemos zulässt. Demnach dürfen maximal fünf Personen gemeinsam für ein Anliegen demonstrieren. Die einzelnen Gruppen dürfen aber räumlich oder thematisch keinen Zusammenhang haben.

13.25: Für dieses Wochenende sind wieder Coronavirus-Demos in Bern und Zürich geplant. Doch wegen des schlechten Wetters erwartet die Kantonspolizei Bern zurzeit nur wenige Teilnehmende.

Bundesplatz gesperrt

Man habe nun aber vorsorglich den Bundesplatz gesperrt, wie die Kapo auf Twitter mitteilt. Die ersten Personen, welche an die Demo wollen, wurden angesprochen.

Auch die Stadtpolizei Zürich hält sich bereit. Man appelliere an die Solidarität und bitte darum, auf die Demos zu verzichten.

12.10: Die neuen Corona-Zahlen des Bundesamts für Gesundheit BAG sind da. Stand heute Samstag sind in der Schweiz 30'725 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Das sind 18 mehr gegenüber dem Vortag.

Damit bleibt die Kurve der Infizierten weiterhin tief. Die Todesopferzahl erhöhte sich seit gestern um 3 auf 1641.

11.52: Die Stadt Basel macht nach dem Party-Wochenende in der Steinenvorstadt ernst. Die Bücheli Caffé Bar Lounge, einer der Party-Hotspots, muss schliessen.

«Natürlich nur wir stehen da als Sündenbock der ganze Steine,» schreibt die Bücheli Caffé Bar Lounge auf Facebook. Nach dem Party-Wochenende von letzter Woche in der Basler Steinenvorstadt haben die kantonsärztlichen Dienste die Schliessung angeordnet. Dazu äusserte sich die Bar in einem langen Facebook-Post mit einem Foto des Briefes der Stadt.

Darin sieht sich die Bücheli Bar als Opfer staatlicher Gewalt. Eine Begründung der Schliessung sei die Beschallung von Musik nach draussen. Die Barbetreiber zeigen den Finger auf die anderen Bars in der Umgebung. Diese hätten auch zur Party-Stimmung beigetragen, jedoch würde nur die Bücheli Bar als Sünder dastehen.

Menschenansammlungen in der Steinenvorstadt

In der Basler Steinenvorstadt ging es letztes Wochenende besonders wild zu und her, trotz Coronavirus. Zu tausenden strömten Basler in die Clubs und Bars und ignorierten die vorgegeben BAG-Massnahmen. Fotos und Videos der Partymeile gingen am Wochenende viral. Sehr zum Ärger mancher Barbesitzer.

Ein Video des SVP-Politikers Joël Thüring zeigt die Ansammlung der Menschenmenge in Basel. Auch Thüring selbst scheint über die Missachtung der Vorschriften nicht glücklich.

11.50: In Russland ist die Zahl neuer Corona-Fälle wieder gestiegen. Die Behörden in Moskau meldeten am Samstag mehr als 9400 Neuinfektionen. In den Tagen zuvor war die Marke von 9000 nicht mehr überschritten worden.

Damit haben sich landesweit mehr als 335'800 Menschen nachweislich angesteckt. 3388 Patienten starben mit dem Virus. Nach Erhebungen der US-Universität Johns Hopkins liegt Russland bei den registrierten Infizierten etwa gleichauf mit Brasilien. Experten gehen jedoch von hohen Dunkelziffern aus.

10.41: Der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti, hat sich gegen eine Warnung der Regierung von US-Präsident Donald Trump gewehrt. Diese sagt, dass die in seiner Stadt verhängten Coronavirus Beschränkungen illegal sein könnten.

«Wir lassen uns in dieser Sache nicht von der Politik leiten, sondern von der Wissenschaft», sagte Garcetti auf einer Pressekonferenz.

Coronavirus: Strände und Golfplätze wieder offen

Der Demokrat Garcetti betonte, seine Stadt verfolge die Strategie einer schrittweisen, sicheren Öffnung. In Los Angeles wurde zuletzt damit begonnen, Strände und Golfplätze sowie Restaurants und Läden mit Abholoptionen wieder zu öffnen. Dabei geht die Metropole allerdings langsamer vor als andere Teile Kaliforniens.

Eric Garcetti
LAs Bürgermeister Eric Garcetti. - POOL/AFP/Archiv

In der dicht besiedelten Stadt wurden mehr als 43'000 Corona-Infektionen und mehr als 2000 Todesfälle registriert. Weit mehr als die Hälfte aller Todesfälle in dem Bundesstaat. Zuletzt hatten Äusserungen eines örtlichen Gesundheitsbeamten für Empörung in Washington gesorgt, wonach die Beschränkungen noch weitere drei Monate andauern könnten.

In dem Schreiben des US-Justizministeriums an die Behörden in Los Angeles hiess es: Nach der US-Verfassung sowie den Gesetzen des Bundesstaates seien «willkürliche und unangemessene Handlungen» verboten.

09.09: Chinesische Forscher haben eine erste kleine Wirkung eines Coronavirus Impfstoffs am Menschen nachgewiesen. Ein Malariamittel, das US-Präsident Trump angeblich nimmt, ist dagegen bei einer grossen Studie mit Probanden durchgefallen.

Der Impfstoff Ad5-nCoV habe sich in einer ersten Versuchsphase als gut verträglich herausgestellt, schreiben die Forscher im Journal «The Lancet». Vor allem aber habe er eine Immunabwehr-Reaktion auf das Virus Sars-CoV-2 im menschlichen Körper erzeugt. Weitere Versuche seien notwendig, um herauszufinden, ob diese Reaktion auch eine Infektion mit dem Virus verhindere.

Coronavirus
Ein Wissenschaftler in China hält ein Modell des Coronavirus. (Symbolbild) - AFP/Archiv

Momentan sind nach «Lancet»-Angaben mehr als 100 mögliche Corona-Impfstoffe weltweit in der Entwicklung.

Trumps Malaria-Mittel sogar gefährlich?

Eine umfassende Datenanalyse von Forschern aus den USA und der Schweiz bekräftigt: Die Malaria-Arzneien Chloroquin und Hydroxychloroquin eignen sich wahrscheinlich nicht zur Behandlung von Covid-19.

Wirkstoff führt zu Herzrhythmusstörung

Im Gegenteil, die Wirkstoffe erhöhen womöglich die Todesrate und führen zu mehr Herzrhythmusstörungen, berichten die Forscher im Journal «The Lancet». Sie hatten Daten von gut 96'000 Patienten aus Hunderten Kliniken ausgewertet. Von denen hatten fast 15'000 eines der Mittel allein oder in Kombination mit einem Antibiotikum bekommen.

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