Die Schweizer schätzen die Entwicklung ihrer persönlichen Finanzen für 2021 pessimistischer ein als noch vor einem Jahr. Die Corona-Pandemie hinterlässt Spuren.
Die Schweizer Bevölkerung macht sich Sorgen wegen der Corona-Pandemie. Das trübt die finanziellen Aussichten für das kommende Jahr. (Archivbild)
Die Schweizer Bevölkerung macht sich Sorgen wegen der Corona-Pandemie. Das trübt die finanziellen Aussichten für das kommende Jahr. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP/Marijan Murat

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Coronavirus verschlechtert die finanziellen Perspektiven der Schweizer Bevölkerung.
  • Rund ein Fünftel der Erwachsenen erwartet ein schlechtes Finanz-Jahr 2021.
  • Das sind so viele wie noch nie in den letzten vier Jahren.

Fast ein Fünftel der Erwachsenen in der Schweiz glaubt, dass sich ihre finanzielle Situation im kommenden Jahr verschlechtert, wie eine Umfrage des Vergleichsdienstes Comparis zeigt. Das sind so viele wie noch nie in den letzten vier Jahren.

Vor einem Jahr waren noch 33 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer überzeugt, dass sich ihre finanzielle Lage 2020 verbessern werde. Diese Hoffnung hat mit der Corona-Pandemie einen Dämpfer erhalten. Im Hinblick auf 2021 sind es nur noch 25 Prozent.

Dagegen gehen 18 Prozent davon aus, dass sich ihre finanzielle Situation im neuen Jahr verschlechtern wird. Die Pessimisten nennen den unsicheren Arbeitsplatz als Grund. Gut zwei Drittel von ihnen geben Kurzarbeit, Jobverlust oder ein kleineres Arbeitspensum an.

2019: 13 Prozent erwarten Verschlechterung

Ende letzten Jahres hatten nur 13 Prozent eine Verschlechterung ihrer finanziellen Situation für das laufende Jahr erwartet. Davon nannte ein Drittel Gründe, die mit dem Arbeitsplatz zusammenhingen, hingegen 46 Prozent steigende Krankenkassenprämien.

sparschwein
Ein Sparschwein (Symbolbild). - pixabay

«Weil wegen der Corona-Pandemie viele Haushalte weniger Geld haben und weil insbesondere viele Versicherte mit den höchsten Prämien die Kasse nicht wechseln, werden die Krankenkassenprämien im nächsten Jahr für viele Haushalte zu einer massiven Mehrbelastung führen», warnt Felix Schneuwly, Experte für Krankenkassen bei Comparis.

Sorge steigt

Mehr als vier von fünf Personen bereitet die anhaltende Corona-Krise Sorgen. Das sind deutlich mehr als bei der letzten Befragung durch Comparis im Mai. Vor allem in der Romandie sorgt sich die Bevölkerung wegen des Virus, nämlich 92 Prozent.

Coronavirus - Schweiz
Eine medizinische Mitarbeiterin arbeitet in einem Corona-Schnelltestzentrum. - dpa

Die Konsumlust bleibt trotz der eingetrübten finanziellen Aussichten jedoch intakt. Hatten im März noch 42 Prozent angegeben, wegen der Pandemie auf grössere Anschaffungen wie einen Auto- oder Möbelkauf zu verzichten, so sank dieser Anteil bis Ende 2020 auf 36 Prozent.

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