Léonie Bischoff aus Genf und Simone F. Baumann aus Zürich erhalten die Delémont'BD-Preise: Bischoff für den besten Schweizer Comic und Baumann für den besten ersten Schweizer Comic. Beide Preise sind mit jeweils mit 3500 Franken dotiert.
Pokal (Symbolbild)
Pokal (Symbolbild) - shutterstock

Das Wichtigste in Kürze

  • «Anaïs Nin, sur la mer des mensonges» von Léonie Bischoff ist breits mit dem Publikumspreis des Festivals von Angoulême 2021 ausgezeichnet worden; nun erhält die 40-Jährige auch den Delémont'BD-Preis für den besten Schweizer Comic, wie das Festival am Wochenende mitteilte.

Die zweisprachige Jury zeigte sich beeindruckt «von der grafischen Feinheit, der Fruchtbarkeit der Bilder, der erzählerischen Finesse» sowie von der besonders «lebendigen und offenen» Darstellung des Lebens der amerikanischen Schriftstellerin Anaïs Nin.

Der Delémont'BD-Preis für das beste Schweizer Comic-Erstlingswerk geht an die Graphic Novel «Zwang» der 34-jährigen Simone F. Baumann aus Zürich. Das Schwarz-Weiss-Werk kommt fast ohne Worte aus. Es vereine «eine schräge Alltagsschilderung, einen kompromisslosen Blick auf die menschliche Einsamkeit, Surrealismus und hemmungslosen Humor», so die Jury.

«Zwang» basiert auf dem Tagebuch der Autorin, das sie seit ihrem 18. Lebensjahr unter dem Titel 2067 geführt, veröffentlicht und verbreitet hat. Es wird im September auf Französisch bei Martin de Halleux erscheinen.

Die beiden Siegerarbeiten werden bis zum 11. Juli in «Les jardins merveilleux» bei Delémont'BD unter freiem Himmel in der Altstadt ausgestellt.

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