Der Bund möchte den Herausforderungen der sozialen Medien besser gewachsen sein. Hierfür werden zehn neue Stellen geschaffen.
Simonetta Sommaruga
Die Anzahl an Drohungen auf sozialen Medien nimmt immer wie mehr zu. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Bundesrat und -verwaltung wollen stärker in den sozialen Medien auftreten.
  • Hierfür werden insgesamt zehn Vollzeitstellen geschaffen.

Die Präsenz des Bundesrats und der Bundesverwaltung in den sozialen Medien soll verstärkt und vereinheitlicht werden. Der Bundesrat hat am Mittwoch für die Umsetzung einer Social-Media-Strategie insgesamt zehn Vollzeitstellen genehmigt.

Weiter beschloss der Bundesrat, in der Bundeskanzlei ein audiovisuelles Zentrum einzurichten, wie es in einer Mitteilung heisst: Zukünftig soll es Dienstleistungen für den Bundesrat und die Departemente erbringen. Für das audiovisuelle Zentrum stellt das Zentrum für elektronische Medien (ZEM) des Verteidigungsdepartements (VBS) vier Vollzeitstellen kostenneutral zur Verfügung.

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Für die Erarbeitung der Inhalte und Beiträge für die sozialen Medien und die Bewirtschaftung der Kanäle sind bei Departementen und Bundeskanzlei insgesamt zehn Stellen notwendig. Diese Stellen hat der Bundesrat bewilligt.

Die Bundesverwaltung macht bis heute keinen systematischen Gebrauch von den sozialen Medien. Die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrats (GPK-N) hatte dies 2019 kritisiert und empfahl dem Bundesrat, eine Strategie zu erarbeiten.

Der GPK-N-Bericht war Ausgangspunkt für die Strategie soziale Medien, die der Bundesrat nun verabschiedet hat.

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