Bundesgericht untersucht Schuldsprüche gegen Schweizer Reeder
Ein Reeder wurde vor einem Jahr wegen Betrugs und ungetreuer Geschäftsbesorgung verurteilt. Das Urteil wurde vor das Bundesgericht weitergezogen.

Das Wichtigste in Kürze
- Das Bundesgericht prüft die Schuldsprüche gegen einen Schweizer Reeder
- Er wurde vor einem Jahr wegen Betrugs und ungetreuer Geschäftsbesorgung verurteilt.
Das Bundesgericht muss sich mit dem Fall des ehemaligen Schweizer Hochseereeders beschäftigen. Dieser wurde vor einem Jahr unter anderem wegen Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und fünf Monaten verurteilt. Der Reeder zieht das Urteil nach Lausanne weiter. Das sagte der Verteidiger des Berner Reeders, Rechtsanwalt Raffael Ramel, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage.
Das bernische Obergericht verurteilte den Reeder im Juni 2022 auch wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung, weiterer Delikte und Leistungsbetrugs. Das ist ein Straftatbestand im Bundesgesetz über wirtschaftliche Landesversorgung. Der Reeder war bis 2017 mit einem Dutzend Schiffe auf den Weltmeeren unterwegs gewesen.
Sie waren mit Bürgschaften des Bundes gesichert. Dies, weil der Bund im Interesse der wirtschaftlichen Landesversorgung jahrelang Reedereien die Finanzierung von Schiffen zu sehr günstigen Konditionen ermöglichte. Als die Schiffe liquidiert wurden, entstand dem Bund ein Schaden von 200 Millionen Franken, weil die Banken die Bürgschaften zogen.












