Franken

    Bund will Entwicklung von Covid-19-Medikamenten fördern

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Der Bund will die Entwicklung von Medikamenten gegen Covid-19 unterstützen. Er stimmte einem Förderprogramm von 50 Millionen Franken zu.

    Covid-Medikament
    Der Bund will die Entwicklung von Covid-19-Medikamenten fördern. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Bund unterstützt die Entwicklung von Covid-19-Medikamenten.
    • Er stimmte einem befristeten Förderprogramm von 50 Millionen Franken zu.
    • Dies soll einen schnellen Zugang und die Versorgung der Bevölkerung begünstigen.

    Der Bund macht Dampf bei der Entwicklung von Medikamenten gegen Covid-19. Der Bundesrat hat am Mittwoch einem befristeten Förderprogramm von 50 Millionen Franken zugestimmt und dessen Grundlagen festgelegt.

    Die Beiträge sollen dem schnellen Zugang und der Versorgung der Bevölkerung mit den neuen und innovativen Medikamenten dienen. Dies teilte die Landesregierung mit.

    Ausserdem sollen die Bedingungen zur Entwicklung und Herstellung von innovativen Impfstoffen in der Schweiz besser werden. Das Programm ist Resultat eines Aussprachepapiers.

    Mit der Änderung des Covid-19-Gesetzes vom 20. März hat der Bund einen grösseren Spielraum für die Entwicklung und Produktion von Arzneimitteln gegen die Covid-19-Pandemie erhalten. Der Bundesrat kann neben der Förderung auch selbst Produktionsaufträge vergeben.

    Medikamente sollen bis Ende 2022 zugänglich sein

    Seit dem Beginn der Pandemie hilft der Bund den Kantonen bei der Versorgung mit medizinischen Gütern. Subsidiär kann er auch Arzneimittel zur Behandlung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten beschaffen. Das ergänzt der Bundesrat nun mit der mittelfristigen Strategie zur Erforschung, Entwicklung und Produktion von Covid-19-Medikamenten.

    Coronavirus Alain Berset SVP
    Gesundheitsminister Alain Berset (SP) führt die Schweiz durch die Corona-Krise. - Keystone

    In dem Förderprogramm will die Regierung die grundlegenden Bedingungen für Investitionen des Bundes festhalten. So sollen die geförderten Medikamente der Bevölkerung bis Ende 2022 zugänglich sein. Zudem sollen sie sich gegenüber bereits vorhandenen oder zeitnah verfügbaren Mitteln besonders auszeichnen.

    Der Bund finanziert nur mit, wenn keine privaten Quellen vorhanden. Oder, wenn der Zugang der Schweiz zu wichtigen Medikamenten erschwert ist. Für die Investitionen fordert der Bund eine Gegenleistung etwa in Form einer vorrangigen Belieferung.

    Veröffentlicht werden die Kriterien und das Gesuchsprozedere des Programms ab Juli. Das Programm ist bis Ende 2022 befristet. Umsetzen soll das Programm eine bereits bestehende Organisation, die über die entsprechenden rechtlichen Strukturen verfügt und sich mit Förderprogrammen auskennt. Der Bundesrat entscheidet im Sommer über die Mandatsvergabe.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Roche Forschung
    120 Interaktionen
    Kein «Game Changer»
    positive Relief
    14 Interaktionen
    Erfolgreiche Studie

    MEHR FRANKEN

    Thun
    Thun
    Kriegsmaterialgesetz
    4 Interaktionen
    Bern
    2 Interaktionen
    Deutliche Verschlechterung

    MEHR AUS STADT BERN

    Feuerpferde Tobias Sennhauser
    6 Interaktionen
    «Keine Feuerpferde»
    Tatjana Rothenbühler, Direktorin GastroBern.
    GastroBern-Direktorin
    16 Interaktionen
    Bern
    YB FCZ
    44 Interaktionen
    3:5 gegen FCZ