Bootsbesitzer in U-Haft – 2 Schweizer weiterhin vermisst
Am frühen Freitagmorgen sank in der Nähe der Seychellen ein Tauchsafariboot. Heute Montag musste der Bootsbesitzer vor dem Obersten Gerichtshof antraben.

Das Wichtigste in Kürze
- Am frühen Freitagmorgen sank ein Tauchboot südlich der Insel Mahé.
- Zwei Schweizer Staatsangehörige werden seither vermisst.
- Nun wurde für den Bootsbesitzer eine zweiwöchige Untersuchungshaft angeordnet.
Nach dem Untergang eines Ausflugsschiffes bei der Inselgruppe der Seychellen im Indischen Ozean werden zwei Schweizer Staatsangehörige vermisst. Das Tauchsafariboot «Galatea» sank am Freitagmorgen kurz nach 5.30 Uhr.
Wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Sonntag gegenüber Nau.ch bestätigte, hätten sich unter den Passagieren insgesamt sieben Schweizer Staatsangehörige befunden. Zwei Schweizer werden noch immer vermisst.

Den restlichen Schweizerinnen und Schweizern gehe es «den Umständen entsprechend gut». Die Ermittlungen rund um das Unglück laufen seither auf Hochtouren.
Nun hat der Oberste Gerichtshof der Seychellen für den Eigentümer des Schiffes 14 Tage Untersuchungshaft angeordnet.
Bootbesitzer wird «rücksichtsloses und fahrlässiges Handeln» vorgeworfen
Der 61-jährige Franzose aus Beau Vallon steht unter Verdacht, für den Untergang des Schiffes verantwortlich zu sein, wie die «Seychelles News Agency» schreibt.
Am Montagmorgen musste der Mann vor dem Gerichtshof antraben. Dem 61-Jährigen wird «rücksichtsloses und fahrlässiges Handeln» vorgeworfen.
Zudem wird er der «Beförderung von Personen auf dem Wasser gegen Entgelt in einem unsicheren oder überladenen Wasserfahrzeug» verdächtigt.
Gemäss bisherigen Erkenntnissen befanden sich laut der Polizei 13 Personen an Bord des Schiffes, als dieses sank.
Nebst den beiden vermissten Schweizer Staatsangehörigen wird auch noch nach einem Mann aus den Seychellen gesucht. Zuerst hatte der «Blick» online über das Unglück berichtet.














