Besucherrekord am Filmfestival Visions du Réel in Nyon VD
Die 57. Ausgabe des internationalen Filmfestivals Visions du Réel in Nyon VD ist am Sonntag zu Ende gegangen. Zehn Tage lang wurden 164 Filme aus 75 Ländern gezeigt. Die Festivalleitung geht von einem Besucherrekord aus, wie sie mitteilte.

Gerechnet wird mit 4000 Kinobesuchen mehr als im Jahr 2025. Dies entspräche einem Anstieg von 20 Prozent. Die Ausgaben 2023 und 2024 waren von jeweils rund 50'000 Menschen besucht worden.
Auch wenn die endgültigen Zahlen noch nicht vorliegen, handle es sich um einen Besucherrekord, wie das Festival mitteilte. Die Gesamtzahl der Besucherinnen und Besucher werde zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben, heisst es.
Der Anstieg zeuge einerseits von der Arbeit des Festivalteams, das sich für die Verbesserung der Besucherbetreuung eingesetzt habe heisst es. Zudem werde er als Zeichen eines anhaltenden Interesses der Zuschauerinnen und Zuschauer gewertet, seltene und einzigartige filmische Welten zu erkunden, so die Organisatoren in einer Pressemitteilung.
Das Festival verlieh seine beiden wichtigsten Auszeichnungen an «Filmemacher auf der Suche nach vielfältigen Identitäten». So ging der Grand Prix des internationalen Spielfilmwettbewerbs an «From dawn to dawn» von Xisi Sofia Ye Chen, während «Alea Jacarandas» des Filmemachers Hassen Ferhani den Wettbewerb «Burning Lights» gewann.
Während der 57. Ausgabe habe Visions du Réel «seine internationale Bedeutung» bestätigt. «Das Festival profitierte aber vor allem von einem ausgezeichneten, anregenden und politisch unverzichtbaren Programm, das in künstlerisch immer ambitionierteren und radikaleren Formen und Ansätzen verankert ist», lässt sich Philippe Bischof, der sein erstes Festival als Präsident des Stiftungsrats erlebt hat, zitieren.
Die während dieser Ausgabe verzeichneten Besucherrekorde in den Kinos zeigten seiner Meinung nach das Bedürfnis des Publikums, durch das Medium des Dokumentarfilms in all seiner Vielfalt in subjektive, imaginäre, vertraute oder unbekannte Realitäten einzutauchen«, so Bischof weiter.










