Afrikaner schneiden bei Strafurteilsstatistik am schlechtesten ab

    Keystone-SDA
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    Neuchâtel,

    Die neue Strafurteilsstatistik zeigt: Anteilmässig werden Afrikaner in der Schweiz am häufigsten verurteilt.

    Einwohner
    Einwohner aus Ex-Jugoslawien werden in der Schweiz am häufigsten verurteilt. Doch sie sind bei weitem nicht die kriminellste Bevölkerungsgruppe: Gemessen an 1000 Einwohnern werden Südwestafrikaner, Westafrikaner und Nordafrikaner - in dieser Reihenfolge - am häufigsten verknackt. (Symbolbild) - sda - Keystone/URS FLUEELER

    Das Wichtigste in Kürze

    • Gemessen pro 1000 Einwohner werden Afrikaner in der Schweiz am öftesten verurteilt.
    • Ex-Jugoslawen und Türken lagen vor zwei Jahren noch weit vorn, was sich nun geändert hat.
    • «Braver» als die Schweizer selbst sind etwa Kanadier, Schweden, Iren und Inder.

    Einwohner aus Ex-Jugoslawien werden in der Schweiz numerisch am häufigsten verurteilt. Anteilmässig liegen sie nur im Mittelfeld. Gemessen an 1000 Einwohnern werden Südwestafrikaner, Westafrikaner und Nordafrikaner - in dieser Reihenfolge - am häufigsten verknackt.

    Von den Ausländern mit B- und C-Ausweis haben Südwestafrikaner bei Vergehen und Verbrechen gegen das Strafgesetzbuch eine sogenannte Belastungsrate von 31 Promille, Westafrikaner kommen auf 21,2, Nordafrikaner auf 18,3. Dahinter folgen in kurzem Abstand die Karibikstaaten Jamaika, Haiti und die Dominikanische Republik.

    Vor zwei Jahren, als das Bundesamt für Statistik (BFS) die Strafurteilsstatistik erstmals nach Nationalitäten auffächerte, lagen Türken noch weit vorn. Jetzt sind sie mit einer Belastungsrate von 9 Promille fast so gering bescholten wie Ex-Jugoslawen mit 7,9 Promille.

    Schweizer sind nicht die bravsten

    Schweizer sind mit einer Rate von 2,5 übrigens lange nicht die «bravsten» im Lande: Von den Kanadiern, Schweden, Iren und Indern beispielsweise werden pro 1000 Einwohner nur einer bis anderthalb straffällig.

    Drogen
    Westafrikaner haben auch bei Strafen aufgrund des Betäubungsmittelgesetzes die Nase vorn. (Symbolbild) - Pixabay

    Westafrikaner haben auch bei Strafen aufgrund des Betäubungsmittelgesetzes die Nase vorn: 900 von ihnen wurden 2018 deswegen verurteilt, wie die am Dienstag veröffentlichte neue Statistik des BFS zeigt.

    Gleich dahinter folgten die Albaner mit knapp 500 Verurteilungen. Bei beiden Nationalitäten gingen die weitaus meisten Urteile auf das Kerbholz der 18- bis 29-Jährigen.

    Franzosen, Italiener und Deutsche bei Verkehrsdelikten vorn

    Frauen mit B- und C-Ausweis tendieren in der Statistik bei der Belastungsrate gegen Null. Ausnahmen sind Migrantinnen aus Südwestafrika, der Dominikanischen Republik, Venezuela, Westafrika und Kambodscha, von denen 10 bis 23 pro 1000 Einwohnern wegen Vergehen und Verbrechen gegen das Strafgesetzbuch verknurrt werden.

    Autobahn
    Die meisten Verkehrsdelikte begehen auf Schweizer Strassen unsere Nachbarn. - Keystone

    Bei den Ausländern ohne B- und C-Ausweis, also den nicht dauerhaft in der Schweiz Lebenden, sieht die Statistik leicht anders aus: Von ihnen werden rein numerisch Nordafrikaner am häufigsten verurteilt, gefolgt von Rumänen und Franzosen.

    Noch einmal anders das Bild bei Vergehen gegen das Strassenverkehrsgesetz: Hier ziehen unsere geografischen Nachbarn davon: Franzosen vor Italienern und Deutschen.

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