Hightech Aargau, das kantonale Programm für Innovationsförderung, wird ab dem Jahr 2023 unbefristet weitergeführt. Das hat der Grosse Rat am Dienstag mit 85 zu 45 Stimmen beschlossen. Für das Programm stehen 4,21 Millionen Franken pro Jahr zur Verfügung.
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Das Aargauer Parlament. - Keystone

Während die SVP den Kredit ablehnte, machte sich die FDP für eine zeitliche Befristung des Programms mit weniger Geld stark. SP, die Mitte, Grüne, GLP und EVP stellten sich hinter Hightech Aargau.

In Eventualabstimmungen unterlagen FDP und SVP mit ihren Anträgen. In der Schlussabstimmung stimmte die SVP-Fraktion mehrheitlich gegen den Kredit von 4,21 Millionen Franken für das Programm.

Die FDP hatte gefordert, dass das Angebot alle fünf Jahre geprüft und daher nicht unbefristet weitergeführt werde. Es werde gute Arbeit geleistet. Die SVP stellte sich auf den Standpunkt, eine Weiterführung sei nicht notwendig. Die Unternehmen seien selbst ausreichend innovativ. Der Kredit solle mindestens gekürzt werden.

Das Programm müsse weitergeführt werden, hiess es bei der SP. Auch die Industrie- und Handelskammer sowie der Gewerbeverband stünden hinter dem Programm. Es würden Arbeitsplätze geschaffen und damit letztlich Steuereinnahmen generiert, hiess es bei der Mitte. Das Programm solle nicht befristet werden. Innovation sei ein Erfolgsfaktor der Schweiz, sagte ein GLP-Sprecher.

Hightech Aargau sei die zentrale Innovationsförderung im Kanton, sagte Volkswirtschaftsdirektor Dieter Egli (SP). Es gehe darum, ein gutes Umfeld für die Unternehmen und KMU zu schaffen. Diese sollten Zugang zur aktuellen Forschung und zu einem Netzwerk haben. Das Programm habe sich in den vergangenen knapp zehn Jahren bewährt.

Die Weiterführung des Programms ermögliche, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und die Wirtschaftskraft des Kantons gestärkt werden könnten.

Die Schweiz und der Aargau seien zwar sehr innovativ. Wenn es darum gehe, Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung in marktfähige Produkte umzuwandeln, bestehe jedoch Verbesserungspotential, heisst es in der Botschaft des Regierungsrats.

Das Hightech Zentrum Aargau (HTZ) mit Sitz in Brugg berät alle Aargauer Unternehmen zu Innovationsfragen. Zielgruppe sind die Aargauer KMU, die keine spezialisierten Abteilungen für Forschung und Entwicklung sowie Patentschutz haben.

Ebenfalls zum Programm gehört der Forschungsfonds Aargau. Der Grosse Rat bewilligte fast einstimmig einen wiederkehrenden Kredit von 1,4 Millionen Franken pro Jahr für die Weiterführung des Forschungsfonds Aarau. Der Fonds unterstützt Forschungsprojekte von Unternehmen gemeinsam mit Hochschulen.

Bislang nahmen rund 700 Unternehmen die Dienstleistungen des HTZ in Anspruch. Bis zu 400 Projekte werden gemäss Regierungsrat pro Jahr angestossen, um die Innovationskraft und damit die Wettbewerbsfähigkeit zu vergrössern.

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