Die Schweiz stellt zur Abdeckung der humanitären Bedürfnisse in Syrien im laufenden Jahr weitere 60 Millionen Franken zur Verfügung.
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Laut Amnesty International seien auch Kinder von den Menschenrechtsverletzungen betroffen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schweiz unterstützt die humanitäre Hilfe in Syrien mit weiteren 60 Millionen Franken.
  • Seit 2011 flossen bereits 590 Millionen Franken nach Syrien.
  • Es ist das grösste humanitäre Engagement in der Geschichte der Schweiz.

Seit 2011 wurden insgesamt 590 Millionen Franken für die syrische Bevölkerung gesprochen. Laut EDA handelt es sich um das grösste humanitäre Engagement in der Geschichte der Schweiz.

Die Zusicherung des Betrags erfolgte am Dienstag an der sechsten Brüssel Konferenz zur Unterstützung der Zukunft Syriens und der Region, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bekannt gab. Die humanitäre Situation in Syrien habe sich in den vergangenen zwei Jahren deutlich verschlechtert.

Situation verschlimmert sich

Waren 2020 noch elf Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, so seien es heute bereits 14,6 Millionen. Zudem seien auch die Nachbarländer von den Auswirkungen des Syrienkonflikts betroffen. Gemäss Angaben der Vereinten Nationen seien mehr als 5,5 Millionen Menschen aus Syrien in die umliegenden Länder geflohen.

Das Engagement der Schweiz umfasse Nothilfe-Projekte, Projekte zum Schutz der Zivilbevölkerung, sowie längerfristige Resilienz-Projekte. Dabei handle es sich um das grösste humanitäre Engagement in der Geschichte der Schweiz. So beteilige sich die Schweiz weiterhin auch aktiv bei der Suche nach einer politischen Lösung des Konflikts.

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