Bern: Vorsicht vor Telefonbetrug – 188'000 Franken weg
Die Kantonspolizei Bern verzeichnet seit letzter Woche eine starke Zunahme von Meldungen über betrügerische Telefonanrufe im ganzen Kanton Bern.

Seit Anfang Februar stellt die Kantonspolizei Bern eine starke Zunahme von Meldungen über betrügerische Telefonanrufe fest. Die Meldungen betreffen den ganzen Kanton Bern, wobei die Anrufe sowohl in Schweizerdeutsch, Deutsch, Französisch als auch in Englisch getätigt wurden.
Bei den aktuell gemeldeten Betrugsversuchen kontaktieren die Täterinnen und Täter die Opfer stets telefonisch und geben sich als Vertretung der Polizei, einer Behörde oder einer Schweizer Bank aus. Da es sich um mehrere Tätergruppen handelt, sind die anschliessenden Vorgehensweisen jeweils unterschiedlich.
Bargeld von 127'000 erbeutet
In einem Fall vom 3. Februar gab sich eine Täterschaft als Vertretung einer Bundesbehörde aus. Sie machte geltend, dass das Bankkonto der Geschädigten im Begriff sei, gehackt zu werden. Im Anschluss hob die Geschädigte mehrmals Geld ab und deponierte dieses an einem vorgegebenen Standort. Mit diesem Vorgehen erbeutete die Täterschaft Bargeld von insgesamt rund CHF 127'000.
In einem anderen Fall vom 7. Februar erklärte eine Täterschaft, dass ein Problem mit dem Bankkonto bestehe und der Download einer Software notwendig sei.
Diese Software ermöglicht der Täterschaft den Fernzugriff auf einen fremden Computer. Nachdem die Geschädigte die Software installiert hatte, wurde sie dazu aufgefordert, sich im E-Banking ihrer Bank einzuloggen. Über den Fernzugriff konnte die Täterschaft anschliessend mehrere Banküberweisungen von insgesamt rund CHF 61'000 veranlassen.












