Einige Hausbesitzer erhalten Angebote von Mobilfunkanbietern: Stellen sie ihr Grundstück für 5G Antennen zur Verfügung, erhalten sie hohe Beträge.
5G Techniker Mobilfunkantenne
Der Ausbau von 5G ist nach wie vor im Gange. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Einige Hausbesitzer erhalten von Mobilfunkanbietern jährlich grössere Beträge.
  • Dies bei einem entsprechenden Vertrag hinsichtlich 5G-Antennen-Installation.

Es geht voran: Anfang Mai lancierte Sunrise das erste 5G-Handy im europäischen Markt. Die Vergabe der Sendefrequenzen an Mobilfunkanbieter ist schon länger erfolgt. Erste Sendemästen stehen schon.

Mit bis zu mehreren Gigabit pro Sekunde lassen sich mit dem neuen Mobilfunkstandard Unmengen an Daten innert kürzester Zeit runterladen. Ein Full-HD-Film beispielsweise lässt sich in Sekunden herunterladen.

5G Installation Bern
Benjamin Wasem, Installationsfachmann im Auftrag der Swisscom, rechts, während der Installation einer 5G Antenne, am 26. März 2019 in Bern. - Keystone

Aktuell wird 5G nach und nach eingeführt. Jedoch benötigen Mobilfunkanbieter gemäss eigenen Angaben noch rund 15'000 Sendemasten, um das ganze Land flächenmässig abdecken zu können. Das ist bei dem aktuellen Grenzwert hinsichtlich Sendekapazität unumgänglich.

Jedoch gestaltet sich die Findung geeigneter Standorte für Sendemasten als schwierig: Der Widerstand in der Bevölkerung ist gross. Bei jedem dritten Baugesuch seitens Mobilfunkanbietern kommt es zu Einsprachen seitens Bevölkerung.

5G Widerstand Protest Bern
Demonstranten protestieren gegen den Ausbau des 5G-Netzes an einer nationalen Kundgebung in Bern. - Keystone

Neben gesundheitlichen Bedenken ist auch wirtschaftliches Denken daran schuld. Gemäss dem Hauseigentümerverband (HEV) hätten viele Leute Angst vor einer Wertminderung ihres Grundstückes.

Mobilfunkanbieter zahlen für 5G Bebauung von privatem Grundstück

Deswegen machen Sunrise und Co. manchen Privathaushalten ein Angebot: Bis zu 80'000 Franken jährlich sollen Personen erhalten, die den Bau einer Antenne auf ihrem Grundstück erlauben.

5G Sunrise Arbeiter
Ein Installationsfachmann bereitet im Auftrag der Sunrise 5G-Antennenelemente des Herstellers Huawei zur Installation an einer Mobilfunkantenne in Zürich vor. - Keystone

Gemäss «Blick» würde ein mehrjähriger Vertrag teilweise auf einen Schlag im Voraus ausbezahlt. Von einer halben Million Franken bei einem 20-Jahres-Vertrag ist die Rede. Der Netzanbieter Salt hält diese Zahlen jedoch für unrealistisch.

Offenbar sind die Konditionen zu den 5G Sendemästen auf Privatgrundstück zumindest ziemlich variabel. So erhielt ein Stadt-Zürcher ein deutlich tiefer ausfallendes Angebot: 120'000 Franken für einen 15-Jahres Vertrag. Der dem «Kassensturz» zugespielte Zettel offerierte eine Auszahlung in Raten oder eine Einmalzahlung.

Die Besitzer des Mehrfamilienhauses im Zürcher Kreis 4 lehnten das Angebot ab: «Wir wollen nicht auf Kosten von anderen etwas aufs Dach stellen, ohne zu wissen, ob es gesundheitsschädlich ist.»

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