200 Tage in Klinik: Crans-Montana-Opfer (17) kann wieder laufen
Erst im August konnte Brandopfer Francesca die Klinik in Mailand verlassen. Die junge Italienerin gibt in einem Tiktok-Post Einblicke in ihre letzten Monate.
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Das Wichtigste in Kürze
- Nach über 200 Tagen in der Klinik geht es Crans-Montana-Brandopfer Francesca (17) wieder besser.
- Ein Tiktok-Video zeigt sie beim Weg zurück ins Leben.
- «Von Null zu meiner eigenen Heldin», schreibt die Italienerin dazu.
Die 17-jährige Francesca konnte im August als letztes italienische Brandopfer von Crans-Montana VS das Spital verlassen. Nach über 200 Tagen in einer Mailänder Klinik konnte die Italienerin wieder nach Hause.
Auf Tiktok gibt Francesca nun Einblicke in ihre letzten Monate und den langen Weg zurück.
Francesca wurde ihre «eigene Heldin»
In einem Video ist Francesca zunächst im Spital zu sehen. Erst auf dem Bett liegend, dann mit einer Gehhilfe laufend.
Es folgt ein Bild ihres 17. Geburtstags, den sie in Gesellschaft von Kolleginnen verbringen konnte. Zudem ist die Italienerin beim Verlassen der Klinik und auf einem Video mit ihrem Vater zu sehen. Die letzten Aufnahmen lassen vermuten, dass es der 17-Jährigen wieder relativ gut geht.
Den Post versieht Francesca mit den Worten: «I went from zero to my own Hero» (auf Deutsch: «Von Null zu meiner eigenen Heldin»).
Das am Samstag gepostete Video stösst im Netz auf grosse Begeisterung. Schon über 2,4 Millionen Menschen sahen den Post auf Tiktok – von 291’000 gab es einen Like.
«Viele von uns kennen weder dich noch all die anderen Jugendlichen, die von dem Brand betroffen waren. Aber für uns seid ihr zu einem Symbol für Mut, Stärke und Lebenslust geworden», kommentiert eine Tiktok-Userin.
Eine andere Person schreibt: «Seit dieser verfluchten Nacht habe ich nie aufgehört, an euch zu denken. Es ist wunderschön, dich zu Hause zu sehen.»
«Nur noch vereinzelte Erinnerungen»
Die 17-jährige Francesca kann sich kaum an die verheerende Nacht auf den 1. Januar 2026 erinnern.
«Ich habe nur noch vereinzelte Erinnerungen», sagte sie der italienischen Zeitung «La Repubblica». «Zum Beispiel die heissen Schaumtropfen, die auf mich herabfielen.» Sonst habe sie alles verdrängt.

Bei der Brandkatastrophe in Crans-Montana starben 41 Menschen, 115 weitere wurden teils schwer verletzt. Bei vielen Opfern handelte es sich überwiegend um junge Menschen, sechs von ihnen stammten aus Italien. Der Brand ereignete sich in der Bar «Le Constellation».
«Ich habe sie immer mit grosser Bewunderung betrachtet», sagt Francescas Mutter im Juni laut «Merkur.de» über ihre Tochter. «Sie hat extrem harte, schmerzhafte Monate durchgestanden, ohne je ihre Klarheit und Entschlossenheit zu verlieren.»

















