Unwetter

20 Schadensmeldungen nach heftigem Unwetter in Chur GR

Aaron Studer
Aaron Studer

Chur,

Nach dem Unwetter in Chur wird vorläufig Bilanz gezogen: Es gab diverse Sachschäden, Personen wurden beim Hagelgewitter jedoch keine verletzt.

00:00 / 00:00

Die beachtlich grossen Hagelkörner prasseln auf Chur nieder. - Facebook/ThomasLohse

Das Wichtigste in Kürze

  • In Chur GR gab es am Montagabend heftige Gewitter und Hagelstürme.
  • Beim Unwetter wurden keine Personen verletzt.
  • 20 Schadensmeldungen gingen bis dato bei der Gebäudeversicherung ein.

Am Montagabend wurde die Bündner Kantonshauptstadt Chur von einem heftigen Gewitter getroffen. Begleitet wurde es von einem massiven Hagelsturm.

Chur
Manche Hagelkörner waren so gross wie eine Schweizer Fünf-Franken-Münze. - zVg

Auf Aufnahmen aus Chur sind die massiven Hagelkörner zu sehen: Einige der Körner waren so gross wie ein Fünfliber. Das Gewitter hinterliess deutliche Spuren in der Region.

Chur
Der Urheber des Bildes schreibt zu dem Beitrag: «Das sind keine Pilze, sondern Hagelkörner.» - Facebook/@Franzoertle

Wegen der Stärke des Gewitters rief der Bund zwischenzeitlich die Gefahrenstufe 4 aus. Diese Stufe bedeutet «grosse Gefahr».

Die Gebäudeversicherung Graubünden erklärt auf Anfrage, dass bisher 20 Schadensmeldungen eingegangen seien. Die Schäden beträfen mehrheitlich Markisen oder Fenster.

Die Höhe der Schadenssumme könne derzeit noch nicht beziffert werden.

00:00 / 00:00

Auch der Garten eines Churers blieb nicht verschont. - Facebook/@kogatifoliras

Die Gebäudeversicherung rechnet damit, dass im Verlauf des Tages noch mehr Meldungen eingehen.

Gemäss der Stadtpolizei Chur sind keine Meldungen über verletzte Personen eingegangen. Das Unwetter sei «spektakulär kurz» gewesen, sagt die Stapo gegenüber Nau.ch. Und die Grösse der Hagelkörner sei eindrücklich gewesen.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #4933 (nicht angemeldet)

Die WWA ist ein Zusammenschluss internationaler Wissenschaftler:innen, die untersuchen wie sich der Klimawandel auf extreme Wetterereignisse auswirkt. In sogenannten Attributionsstudien konnten sie bereits zeigen, dass zum Beispiel die australischen Buschbrände 2019/20 und die Hitzewellen in Sibirien 2020 durch den Klimawandel mitverursacht wurden. Die neue Studie unterstützt die Erkenntnisse des IPCC-Berichts: Extremwetterereignisse sind eine Folge des menschengemachten Klimawandels. Denn auch die Starkregenfälle in Westeuropa sind durch den Klimawandel um das 1,2 bis 9-fache wahrscheinlicher geworden. Um das festzustellen, haben die Forscher:innen das heutige Klima mit dem Klima vor dem Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um 1,2 Grad Celsius verglichen und Wetteraufzeichnungen und Computersimulationen analysiert. Das Ergebnis: Lokale Regenfallmuster unterscheiden sich in verschiedenen Zeiten stark. Die maximale Niederschlagsmenge hat sich durch den Klimawandel um 3 bis 19 Prozent erhöht. Insgesamt werden Extremwetter wie Starkregen und Überflutungen also häufiger werden – und mit voranschreitender Erderhitzung wird sich diese Entwicklung über die Zeit verschärfen.

User #1315 (nicht angemeldet)

Nur 20, dann kann es nicht so wild gewesen sein.

Weiterlesen

degiacomi
7 Interaktionen
Chur
Hagel
182 Interaktionen
Heftige Unwetter
Trump
181 Interaktionen
«Sicherheit egal»

MEHR UNWETTER

dolphin shanghai
2 Interaktionen
Unwetter in China
de
15 Interaktionen
«Toi toi toi»
Breuil-Cervinia
2 Interaktionen
Unwetter in Italien

MEHR AUS GRAUBüNDEN