Unwetter

    Calanca GR bleibt nach Unwetter weiterhin abgeschnitten

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Rossa,

    Die Strasse ins hintere Calancatal in Graubünden ist eine Woche nach einem schweren Unwetter weiterhin unterbrochen. Eine Notbrücke soll in drei bis vier Wochen Entlastung bringen, eine Teilöffnung ist frühestens nächste Woche möglich.

    Noch immer ist die Strasse ins hintere Calancatal nach Schlammlawinen verschüttet. (Archivbild)
    Noch immer ist die Strasse ins hintere Calancatal nach Schlammlawinen verschüttet. (Archivbild) - KEYSTONE/SAMUEL GOLAY

    Noch immer sei das Gelände oberhalb der verschütteten Strasse instabil – weitere Felsmassen könnten abstürzten. Aus Sicherheitsgründen müssten die Räumungsarbeiten deshalb bei Niederschlägen immer wieder unterbrochen werden, teilte das Bündner Tiefbauamt am Donnerstag mit.

    Nach heftigen Gewittern gingen am 20. August mehrere Schlammlawinen nieder. Einen Tag danach konnte das Tiefbauamt die Verbindung bis zur Abzweigung Buseno wieder öffnen. Der nördliche Talabschnitt blieb aber weiterhin abgeschnitten.

    Sicherheitsnetze und Ersatzstrasse

    Unterdessen installieren Einsatzkräfte Sicherheitsnetze oberhalb der Strasse, damit sie die Räumungsarbeiten fortsetzen können. Das Tiefbauamt rechnet damit, die Calancastrasse im Verlauf der nächsten Woche wieder eingeschränkt für den Verkehr öffnen zu können.

    Die Wiederöffnung wird jedoch zunächst nur tagsüber und mit Einschränkungen möglich sein. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse sowie aus Sicherheitsgründen sei ein gleichzeitiger Baustellen- und Verkehrsbetrieb nicht möglich. Bei ungünstigen Wetterbedingungen müsste die Strasse erneut gesperrt werden.

    Parallel dazu plant das Tiefbauamt die Errichtung einer einspurigen Notbrücke. Diese soll rund 120 Meter südlich der bestehenden Pont Nef auf die gegenüberliegende Talseite führen. Dort soll eine provisorische Strasse gebaut werden, die kurz nach der bestehenden Pont Nef wieder in die jetzige Kantonsstrasse einmündet. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich drei bis vier Wochen.

    Belastung für die Bevölkerung

    Die Lage im hinteren Calancatal beschäftigt die Bevölkerung, das lokale Gewerbe, den Tourismus und den Kanton gleichermassen. Oberstufenschülerinnen und Schüler wurden zum Teil mit dem Helikopter zur Schule nach Roveredo geflogen.

    Zur Lagebesprechung trafen sich deshalb am Donnerstag Vertreter des Tiefbauamts, die Gemeindepräsidentin von Calanca, der Gemeindepräsident von Rossa, Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde Buseno, die Gemeindeführungsstäbe sowie ein Vertreter des Gewerbes vor Ort.

    Man sei sich einig gewesen, dass beide Varianten Zeit benötigen und sorgfältig gegeneinander abgewogen werden müssen, so das Tiefbauamt weiter. Die Räumungsarbeiten würden nun konsequent weitergeführt und gleichzeitig der Bau der Notbrücke vorangetrieben.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #4302 (nicht angemeldet)

    ich verdiene ganz viel geld mit den sicherheitsnetzen. früher gabs die nicht.

    Weiterlesen

    taxi
    38 Interaktionen
    Züri-Politiker sauer
    UBS
    207 Interaktionen
    Laut Medienbericht

    MEHR IN NEWS

    MEHR UNWETTER

    Griechenland
    Athen
    5 Interaktionen
    Athen
    2 Interaktionen
    Zürich

    MEHR AUS ROSSA

    5 Interaktionen
    Brusio/Santa Maria/Grono GR
    Lawine Schnee Schweiz
    Rossa GR
    1 Interaktionen
    Buseno GR