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Astra prüft nach Unfallhäufung auf der N28 bei Schiers Massnahmen

Keystone-SDA
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Prättigau,

In den vergangenen Wochen ist es auf der Nationalstrasse N28 bei Schiers GR zu mehreren schweren Unfällen gekommen. Im Bündner Grossen Rat stellte ein Parlamentarier in der Fragestunde deshalb kritische Fragen zur Verkehrssicherheit und zu allfälligen Massnahmen.

Bei einer Frontalkollision auf der N28 bei Schiers am 9. August starben zwei Personen. Immer wieder kommt es auf dem Streckenabschnitt zu schweren Unfällen. (Archivbild)
Bei einer Frontalkollision auf der N28 bei Schiers am 9. August starben zwei Personen. Immer wieder kommt es auf dem Streckenabschnitt zu schweren Unfällen. (Archivbild) - Handout Kantonspolizei Graubünden

Seit 2022 gab es auf der Nationalstrasse N28 zwischen Landquart und Küblis gemäss Zahlen des Bundesamts für Strassen (Astra) insgesamt 208 Unfälle. Das erklärte die Bündner Regierungsrätin Carmelia Maissen am Donnerstag anlässlich der Fragestunde im Bündner Parlament.

Auslöser für die Fragen in der Fragestunde waren mehrere schwere Unfälle auf der Strecke in den vergangenen Wochen. So starben bei einer Frontalkollision zweier Autos am 9. August bei Schiers GR zwei Personen. Weitere Fahrzeuginsassen verletzten sich. Nur sechs Tage später verletzten sich bei einer weiteren Frontalkollision erneut drei Personen teilweise schwer.

SVP-Grossrat Martin Heim verlangte deshalb Antworten. Er wollte wissen, weshalb es auf der Strecke derart häufig zu Unfällen komme und ob der Kanton im Austausch mit dem Astra bezüglich Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrsicherheit stehe.

Hälfte der Unfälle wegen Ausbaustandard

Gemäss Maissen sind 66 der 208 Unfälle seit 2022 auf Wildunfälle zurückzuführen. 25 Fälle betrafen zu nahes Aufschliessen der Autofahrer, 19 ungenügendes Rechtsfahren, 17 Übermüdung und ebenfalls 17 das Missachten eines Vortrittssignals. «Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass rund die Hälfte der Unfälle primär auf die Naturnähe der N28 und das Fahrverhalten zurückzuführen ist», so Maissen. Die andere Hälfte – also Frontal-, Auffahr-, Einbiege- oder Überholunfälle – hänge mit dem Ausbaustandard zusammen. Das heisse gemäss Maissen: zwei Fahrspuren von je 3,5 Metern Breite ohne Richtungstrennung und niveaugleiche Einfahrten.

Der Kanton stehe mit dem Astra im Austausch und prüfe Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit. Unter anderem sei eine mögliche Trennung der Fahrbahnen durch Fahrzeugrückhalte- oder Leitsysteme diskutiert worden. «Die damit verbundenen negativen Auswirkungen überwiegen jedoch: Auf einer Strecke von mehr als 15 Kilometern würden geeignete Überholmöglichkeiten fehlen. Zudem würde die Zugänglichkeit für Blaulichtorganisationen eingeschränkt und die Schneeräumung erschwert», so Maissen.

Aufgrund der jüngsten Unfälle würden derzeit vertiefte Abklärungen laufen. «Welche Massnahmen infrage kommen und wann diese umgesetzt werden, kann zurzeit nicht gesagt werden», erklärte Maissen.

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