Im Kanton Freiburg musste die Polizei wegen Ruhestörung ausrücken. Hunderte Zugereiste, einige aus dem Ausland feierten und griffen die Einsatzkräfte an.
Montagny
Die Polizei löste die illegal organisierte Rave-Party in Montagny-les-Monts am Donnerstag auf. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Kanton Freiburg musste die Polizei zweimal wegen Ruhestörung ausrücken.
  • Hunderte Personen feierten lautstark in einem Wald.
  • Bei Verhandlungsversuchen wurden die Polizisten auch mit Steinen und Flaschen beworfen.

Die meisten Besucher einer illegal organisierten Rave-Party in Montagny-les-Monts im Broye-Bezirk des Kantons Freiburg haben das Gelände verlassen. Am Donnerstag war die Polizei dort wegen Ruhestörung im Freien durch laute Musik eingeschritten.

Am Freitagmorgen war die Polizei noch vor Ort, um die Aufräumarbeiten in dem Waldstück sicherzustellen. Gegen 22.00 Uhr hatten die meisten Personen den Ort verlassen, erklärte Martial Pugin, Kommunikationschef der Freiburger Kantonspolizei, am Freitagmorgen gegenüber Keystone-ATS.

Die Polizei habe das Gelände während der Nacht noch «unter Beobachtung gehalten» und darauf geachtet, dass die wenigen Dutzend noch anwesenden Personen, darunter die Organisatoren, die aufgestellte Infrastrukturen abbauten und das Gelände wieder in Ordnung brachten. Personen, die nicht in der Lage gewesen wären, das Gelände zu verlassen, hätten die Erlaubnis erhalten, dort zu übernachten.

Polizei Freiburg
Ein Polizist in der Uniform der Kantonspolizei Freiburg. - Keystone

Am Nachmittag wurde die Musikanlage durch die Polizei ausser Betrieb gesetzt, wie es in einer Mitteilung der Freiburger Kantonspolizei vom Donnerstagabend hiess. Bei der Aktion sei niemand verletzt worden. Noch immer seien mehr als 150 Personen anwesend gewesen. Für die Ermittlungen relevantes Material wurde auf Anordnung der zuständigen Behörde beschlagnahmt.

Gegen 01.20 Uhr am frühen Donnerstagmorgen war die Polizei über ein illegal organisiertes Fest in Montagny-les-Monts, im Wald Chanéa, benachrichtigt worden, wie es in einer Mitteilung hiess. Rund 100 Anrufe gingen demnach ein, in denen von Lärmbelästigung die Rede war. Die Bewohner und Anwohner der umliegenden Gemeinden seien ebenso in Mitleidenschaft gezogen worden wie Tierwelt und Natur.

Polizei mit Flaschen und Steinen beworfen

Mehrere Polizeipatrouillen wurden darauf hin entsandt und stellten fest, dass mehrere hundert Feiernde aus mehreren Kantonen, aber auch aus anderen europäischen Ländern anwesend waren. Es sei Musik in hoher Lautstärke abgespielt worden, so die Kantonspolizei.

Während Verhandlungsversuche mit den anwesenden Personen unternommen worden seien, hätten sich andere Teilnehmer gegenüber der Polizei feindselig verhalten und Steine und Flaschen auf die Polizisten geworfen. Dabei sei ein Fahrzeug beschädigt worden.

Der Oberamtmann des Broye-Bezirks ordnete die Beendigung der nicht genehmigten Veranstaltung an. Nach Kenntnissen der Polizei planten die Organisatoren die Ankunft von mehr als 3000 Personen für das Wochenende. Um dem entgegenzutreten, wurde ein grosses Polizeiaufgebot mobilisiert; angefordert hat Freiburg auch Verstärkungen der Westschweizer Ordnungsgruppe.

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