Julia (8): So überlebte das Mädchen zwei Tage lang allein im Wald

    Simon Binz
    Simon Binz

    Deutschland,

    Die Polizei liefert einen spannenden Einblick, wie die achtjährige Julia zwei Tage lang alleine in der Wildnis überlebte.

    Julia
    Die kleine Julia (8) konnte bereits am Mittwochnachmittag zusammen mit ihren Eltern das Krankenhaus verlassen. - Bayerische Polizei/krimi-plzen.cz

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die achtjährige Julia wurde knapp zwei Tage nach ihrem Verschwinden im Wald gefunden.
    • Jetzt berichtet die Polizei, wie das kleine Mädchen alleine in der Wildnis überlebte.

    45 Stunden lang, also mehr als zwei Tage, hatten mehr als tausend Einsatzkräfte nahe der tschechischen Grenze nach Julia S. gesucht. Schliesslich folgte am Dienstag die Erlösung: Julia wurde gefunden. Das Mädchen war zwar unterkühlt und hatte einen Kratzer am Bein, sonst ging es ihr aber den Umständen entsprechend gut. Doch wie überstand die Achtjährige bei Minustemperaturen die zwei Tage in der Wildnis?

    Eine Antwort auf diese Frage, liefert eine Pressemitteilung, die die Polizei veröffentlichte, nachdem sie mit Julia sprechen konnte. Demnach blieb die Schülerin während der 45 Stunden nicht einfach an einem Ort, sondern wanderte durch den Wald und versuchte den Weg zu wiederzufinden, auf dem sie zuvor mit ihrer Familie unterwegs war. So legte sie nach ihrem Verschwinden mehrere Kilometer zurück.

    In der Nacht legte sich Julia laut der Polizei auf eine Wiese ins hohe Gras und schlief dort ein. Mindestens eine Nacht verbrachte die Achtjährige laut der Mitteilung auch in einem Hochsitz im Wald. Dort war sie relativ windgeschützt und konnte auf einer kleinen Matratze schlafen. Sie wurde schliesslich nur etwa 100 Meter von dem Hochsitz entfernt gefunden.

    Unglaublich: In der Zeit, in der Julia als vermisst galt, hatte sie offenbar nichts gegessen und auch nichts getrunken. Der Polizei teilte Julia mit, dass sie besonders Nachts grosse Angst gehabt habe. Ihr seien Rehe, Füchse und sogar ein Wildschwein begegnet.

    Martin Semecky
    Der Förster Martin Semecky hatte Julia nach rund zwei Tagen im Wald gefunden. - Twitter

    Weil sie sich davor fürchtete, sich womöglich in Gefahr zu begeben, verzichtete sie darauf um Hilfe zu rufen oder anderweitig auf sich aufmerksam zu machen. Unglaublich: Bereits am Mittwochnachmittag, einen Tag nach der erfolgreichen Suche, konnte Julia das Krankenhaus zusammen mit ihren Eltern verlassen.

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