Zürcher Regierung hält an Solar-Pflicht für grosse Dächer fest
Zürcher Dächer ab 300 Quadratmetern sollen künftig zwingend Solarstrom liefern. Der Regierungsrat hält auch nach der Vernehmlassung an der Solar-Pflicht fest. Wegen kritischer Rückmeldungen will er hingegen auf Vorschriften für Parkplätze und Fassaden verzichten.

Bei der breit abgestützten Vernehmlassung gingen 66 Stellungnahmen ein. Dies geht aus der am Montag veröffentlichten Vorlage des Regierungsrats an den Kantonsrat hervor.
Die Regierung kam dabei zum Schluss, dass sie an den erweiterten Vorschriften für Dächer festhalten will. Ab einer Fläche von 300 Quadratmetern soll demnach immer eine Solaranlage installiert werden.
Die Installation sei sowohl bei Neubauten als auch bei Dachsanierungen bestehender Bauten vorzunehmen.
Der Regierungsrat will aber Ausnahmen erlauben, etwa wenn der Netzanschluss nicht gewährleistet werden kann. Zudem soll es eine Härtefallregelung geben. Bestehende Dächer müssen zudem nicht zwingend innerhalb einer Frist nachgerüstet werden.
Die Vernehmlassung umfasste eine Version der Regierung und eine der Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt (KEVU). Letztere enthielt auch noch Vorgaben für Fassaden und Parkplätze. Diese wurden unter anderem von SP, GLP, Grünen und EVP unterstützt – fielen in der Vernehmlassung jedoch durch.
Sie fehlen deshalb in der Vorlage, was die Bürgerlichen begrüssen. Die FDP sprach sich gegen eine Solar-Pflicht auf Fassaden und Parkplätzen aus. Die SVP lehnt Solar-Pflichten grundsätzlich ab. Der Kantonsrat wird die Vorlage des Regierungsrats in einer der kommenden Sitzungen beraten.










