Adelboden und Wengen verschärfen Brandschutz-Kontrollen
Ab dem kommenden Wochenende gastiert der Ski-Weltcup im Berner Oberland. Nach der Brand-Tragödie erhöhen Adelboden und Wengen ihre Sicherheitsvorkehrungen.

Das Wichtigste in Kürze
- Nach dem Brand in Crans-Montana erhöhen Adelboden und Wengen ihre Sicherheitsvorkehrungen.
- Adelboden will alle Lokale prüfen und Betreiber für Risiken sensibilisieren.
- Wengen kontrolliert Fluchtwege, Brandschutz und warnt vor offenem Feuer.
Nach der Brand-Katastrophe in Crans-Montana ist den Behörden die formelle Identifikation aller 40 Todesopfer gelungen. Bei rund der Hälfte von ihnen handelt es sich um Schweizerinnen und Schweizer.
Neben der unermesslichen Trauer rücken zunehmend Fragen nach der Verantwortlichkeit und der Sicherheit in den Schweizer Bars in den Fokus.

Vor den Weltcuprennen in Adelboden und Wengen verstärken die beiden Gemeinden im Berner Oberland ihre Sicherheitsvorkehrungen.
In Adelboden treffen die ersten Ski-Fans bereits am kommenden Wochenende ein. Gemeinderatspräsident Willy Schranz betont gegenüber SRF, die Gemeinde werde alle Lokale im Dorf prüfen: «Wir schauen, dass alles in Ordnung ist, damit so etwas nicht eintreffen kann.»
Die Betreiber würden in Gesprächen für Sicherheitsfragen sensibilisiert. Schranz zeigt sich überzeugt, dass sie alles tun werden, um eine Wiederholung eines solchen Ereignisses zu verhindern.
Auch in Wengen, das zur Gemeinde Lauterbrunnen gehört, will Gemeinderatspräsident Karl Näpflin am Montag Massnahmen mit dem Gemeinderat besprechen.
Die Gemeinde werde die Betriebe auffordern, ihre Sicherheitsvorkehrungen zu kontrollieren: Garderoben, Fluchtwege und Brandschutz. Näpflin warnt ausdrücklich davor, offenes Feuer oder Kerzen zu verwenden: «Das wäre das Schlimmste.»

Besonders im Fokus stehen in Wengen zwei Nachtlokale. Wegen Sicherheitsbedenken wurde Näpflin mehrfach aufgefordert, diese zu schliessen. Das sei der Gemeinde rechtlich nicht möglich, aber sie könne – und müsse – genau hinschauen.







