Das sagt Berner SVP-Nationalrat zu «Keine 10-Millionen-Schweiz»
Am 14. Juni stimmt die Schweiz über die Nachhaltigkeits-Initiative ab. Das sagt der Berner SVP-Nationalrat Lars Guggisberg dazu. Ein Gastbeitrag.

Es wird immer schlimmer… übervolle Trams, Züge, Busse und Strassen – Schulen, Spitäler und Heime platzen aus allen Nähten – immer mehr Beton, dafür weniger Platz für Velos, Fussgänger und Biodiversität. Explodierende Mieten, überall längere Wartezeiten, mehr Hektik und Chaos. Immer zu wenig Pflegepersonal, Ärzte oder Lehrer. Kaum ist der neue Bahnhof Bern eingeweiht, wird er bereits wieder zu klein sein…
Warum ist das so? Der Hauptgrund ist schnell gefunden: Weil in unserer kleinen Schweiz (die seit 1815 nicht grösser geworden ist) immer mehr Menschen leben wollen.

Seit 2002 ist die Bevölkerung um rund zwei Millionen gewachsen. Das entspricht über 70'000 Menschen pro Jahr – die Einwohnerzahl der Stadt St. Gallen. Im Jahr 2023 waren es gar 140'000 Menschen – die Bevölkerung der Stadt Bern in einem Jahr…
Es reicht! Unsere Infrastruktur kann mit diesem masslosen Bevölkerungswachstum längst nicht mehr Schritt halten, obwohl in der Schweiz pro Sekunde (!) ein Quadratmeter Land überbaut wird. Es muss etwas passieren. Die Nachhaltigkeits-Initiative bremst dieses zu rasche Bevölkerungswachstum.
Pro Jahr können mit Annahme der Initiative immer noch netto 40'000 Menschen (Stadt Thun) zuwandern (z.B. Fachkräfte). Das ist immer noch das Fünffache der Zahl (8000), die uns der Bundesrat vor der Abstimmung über die Personenfreizügigkeit vorgegaukelt hat.
Wer also tiefere Mieten, weniger Dichtestress, weniger Chaos und Hektik, dafür mehr Biodiversität und Nachhaltigkeit will, stimmt am 14. Juni JA zur Nachhaltigkeits-Initiative.
Zum Autor
Lars Guggisberg ist Berner Nationalrat für die SVP.












