Experte zeigt auf: Das macht moderne Büroräume aus
Simon Flückiger, CEO von Teo Jakob, zeigt dem BärnerBär mit drei Projekten, wie sich die Ansprüche der modernen Büroräume konkret umsetzen lassen.

Büroräume müssen heute weit mehr leisten, als nur Platz für Schreibtische zu bieten. Gefragt sind Arbeitsumgebungen, die konzentriertes Arbeiten ermöglichen, Begegnungen fördern und zugleich einladend wirken.
Simon Flückiger, CEO von Teo Jakob, nimmt uns mit auf einen virtuellen Rundgang durch drei Projekte und zeigt, wie sich diese Ansprüche ganz konkret umsetzen lassen.
Wie stark Möblierung, Materialwahl und Raumaufteilung die Atmosphäre prägen, erlebt Simon Flückiger in seiner Arbeit immer wieder.
Die folgenden drei Projekte zeigen das auf ganz unterschiedliche Weise: von flexibel nutzbaren Officeflächen über ein Grossraumbüro für eine IT-Unternehmung bis hin zu den neu gestalteten Räumen einer Regionalbank.
Projekt 1: Bernische Lehrerversicherungskasse BLVK
«Die Ausgangslage war typisch und gleichzeitig anspruchsvoll», sagt Simon Flückiger. Eine ganze Geschossfläche liess sich kaum sinnvoll an einen einzigen Mieter vergeben.
Gesucht war deshalb ein Konzept, das die Fläche in kleinere, attraktive Einheiten aufteilt und gleichzeitig gemeinschaftlich nutzbare Bereiche schafft.

Entstanden ist eine Lösung mit sechs Mietflächen zwischen 30 und 70 Quadratmetern, ergänzt durch gemeinsam genutzte Zonen wie Empfang, Meetingbereich, Cafeteria und Wartezone.
Für Simon Flückiger geben gerade diese kollektiv genutzten Räume dem Projekt seine Identität. «Uns war wichtig, dass man nicht in einer anonymen Bürowelt ankommt, sondern in einer Atmosphäre, die offen, wertig und einladend wirkt.»
Entsprechend wurde der Empfang bewusst wohnlich gestaltet. Der Meetingraum setzt auf eine zurückhaltende, hochwertige Sprache: Die vorhandenen «Eames-Aluchairs» treffen nun auf einen grosszügigen Besprechungstisch für bis zu acht Personen. So entsteht ein professioneller Rahmen, der zugleich zeitlos wirkt.

Frischer und informeller zeigt sich die Begegnungszone, die mit Bistro-Atmosphäre auf Austausch, Leichtigkeit und spontane Begegnungen setzt. Für Flückiger zeigt dieses Projekt exemplarisch, wie sich selbst aus einer schwierigen Ausgangslage ein flexibles und attraktives Arbeitsumfeld entwickeln lässt.
Projekt 2: Clientis BS Bank Schaffhausen
Die Neugestaltung der Geschäftsräume dieser Regionalbank zeigt für Simon Flückiger besonders gut, wie sich Funktionalität und Atmosphäre auch in einem eher klassischen Arbeitsumfeld überzeugend verbinden lassen.

Auf zwei Etagen wurden Backoffice und Beratungszentrum neu organisiert. «Gerade in solchen Umgebungen ist es entscheidend, dass alles professionell funktioniert und sich die Menschen trotzdem wohlfühlen», sagt er.
Die Arbeitsplätze und Abteilungen folgen den jeweiligen Nutzungsanforderungen und werden ergänzt durch Aufenthaltszonen, Besprechungsräume, Fokusräume sowie eine Ruhezone als Rückzugsort.
Auch an die Mitarbeitenden wurde umfassend gedacht: Garderoben mit Duschen erweitern das Raumangebot um einen praktischen und zeitgemässen Komfort.
Gestalterisch orientiert sich das Projekt an verschiedenen Nuancen der CI-Farbe und schafft damit einen stimmigen Bezug zur Identität der Bank. Akustisch wirksame Holzoberflächen in Eichenoptik bringen Wärme in die Räume und verbessern zugleich die Aufenthaltsqualität.
«Uns ging es darum, eine Umgebung zu schaffen, die klar und hochwertig wirkt, aber nicht distanziert», so Flückiger.

In der Möblierung setzt das Konzept auf eine moderne Büroarbeitswelt mit professionellem Anspruch, ohne dabei kühl zu wirken.
Die Meetingzonen sind sachlich, aber wohnlich gestaltet. Die Beratungszimmer strahlen Wertigkeit, Ruhe und Offenheit aus. So entsteht eine Umgebung, in der sich Kundinnen und Kunden gut empfangen fühlen und Mitarbeitende einen funktionalen, angenehmen Arbeitsplatz vorfinden.
Projekt 3: Axians BNC AG
Für eine IT-Unternehmung in einem Industriegebäude in Schönbühl wurde auf zwei Geschossen ein neues Innenarchitekturkonzept für insgesamt rund 1150 Quadratmeter entwickelt.
«Bei grossen offenen Flächen geht es immer darum, Ordnung zu schaffen, ohne die Offenheit zu zerstören», erklärt Simon Flückiger.

Im vierten Obergeschoss strukturieren gezielte Einbauten die Arbeitswelt: Kunden-Meetingräume, Finanzabteilung und Logistik erhalten definierte Bereiche, während die übrige Fläche offen bleibt und den einzelnen Teams dennoch eine klare räumliche Zuordnung bietet.
Verbunden wird diese Ebene über eine neue Erschliessungstreppe mit dem fünften Obergeschoss, wo Begegnung und Austausch im Mittelpunkt stehen. Hier befinden sich Aufenthaltsbereiche, Küche und drei grosszügige Meetingzonen.

Die Gestaltung arbeitet mit blaugrauen Wandflächen und Raumzonen aus Seekiefer-Sperrholz. «Mit solchen Materialien können wir grossen Flächen Struktur geben und gleichzeitig Wärme hineinbringen», führt Simon Flückiger weiter aus.
In der Möblierung zeigt sich der Anspruch an eine zeitgemässe Arbeitsumgebung besonders deutlich: Hochwertige Arbeitsplätze werden ergänzt durch Fokuszonen und Boxen für konzentriertes Arbeiten.
In den Besprechungs- und Lounge-Bereichen sorgen Holztische und Sofas in Pastelltönen für eine wohnliche Stimmung. So entsteht ein Büro, das technologische Präzision mit hoher Aufenthaltsqualität verbindet.








