Aids

    Der Welt-Aids-Tag wird seit Ende der 80er begangen

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    Deutschland,

    Am 1. Dezember ist der Welt-Aids-Tag. Die Immunschwäche forderte Millionen Opfer, ist heute aber behandelbar geworden.

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    Am 1. Dezember wird jährlich der Welt-Aids-Tag begangen. (Symbolbild) - keystone

    Der 1. Dezember erinnert seit 1988 mit dem Welt-Aids-Tag an die globale Aids-Epidemie.

    Die WHO ruft unter dem Motto «Geh den Weg der Rechte: Meine Gesundheit, mein Recht!» zu mehr Engagement auf.

    Weltweit leben schätzungsweise 40,8 Millionen Menschen mit HIV. In Deutschland waren es Ende 2023 rund 96'700 Infizierte, berichtet das Robert Koch-Institut.

    Die Ursprünge einer Pandemie

    Das HI-Virus stammt vom Affen-Immundefizienz-Virus ab. Analysen zeigen laut der «Deutschen Aidshilfe», dass SIV zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert auf den Menschen überging.

    Die älteste dokumentierte Infektion stammt aus dem Jahr 1959 in Belgisch-Kongo. Forscher vermuten, dass das Virus durch Kontakt mit infiziertem Tierblut übertragen wurde.

    Hast du Angst vor Aids?

    Anfang der 1980er-Jahre traten in den USA gehäuft unerklärliche Krankheitsfälle auf. Die Immunschwäche erhielt 1982 den Namen AIDS, wie «Planet Wissen» dokumentiert.

    Der Durchbruch der Wissenschaft

    1983 isolierten Luc Montagnier und sein Team erstmals das Virus. Der Franzose und seine Kollegin Françoise Barré-Sinoussi erhielten 2008 den Nobelpreis für ihre Entdeckung.

    Das Virus greift gezielt CD4-Helferzellen an und zerstört das Immunsystem. Ohne Behandlung führt eine HIV-Infektion nach durchschnittlich neun bis elf Jahren zu Aids.

    Moderne Behandlungsmethoden

    Seit Mitte der 1990er-Jahre existieren wirksame Kombinationstherapien. Die antiretrovirale Therapie unterdrückt die Virusvermehrung und verhindert das Fortschreiten der Krankheit, erklärt das «Deutsche Zentrum für Infektionsforschung».

    In Deutschland werden 96 Prozent der Diagnostizierten erfolgreich behandelt. Bei konsequenter Medikamenteneinnahme ist HIV unter der Nachweisgrenze und nicht mehr übertragbar.

    Hoffnung durch Innovation

    Ende 2024 sorgt zudem das Medikament Lenacapavir für Aufsehen in der Fachwelt. Die halbjährliche Spritze zeigte in Studien eine Schutzwirkung von nahezu 100 Prozent, berichtet das «ZDF».

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    Jährlich wird am 1. Dezember der Welt-Aids-Tag begangen und den Toten durch die Viruserkrankung gedacht. (Archivbild) - keystone

    In der PURPOSE-1-Studie mit über 5'000 Frauen in Afrika gab es keine einzige HIV-Infektion. Die Ergebnisse wurden im «New England Journal of Medicine» veröffentlicht und gelten als bahnbrechend.

    Bedrohung aus den USA zum Welt-Aids-Tag

    Die Trump-Administration kündigte drastische Kürzungen bei HIV-Programmen an. Mehr als 200 Forschungsförderungen wurden abrupt beendet, schreibt das Wissenschaftsmagazin «Nature».

    Das Budget für HIV-Prävention bei der CDC soll komplett gestrichen werden. Die USA verzichteten erstmals seit 1988 auf offizielle Stellungnahmen zum Welt-Aids-Tag, meldet das Magazin «männer*».

    Globale Auswirkungen

    Die Kürzungen bei PEPFAR bedrohen zudem Millionen Menschen in Afrika. Das Programm unterstützte bisher zwei Drittel der 20 Millionen HIV-Positiven weltweit bei der Behandlung.

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    Die US-Regierung unter Donald Trump wollen erstmals seit 1988 den Welt-Aids-Tag nicht zelebrieren. (Archivbild) - keystone

    «Science» zitiert Experten, die von einem «Blutbad» sprechen. Südafrika könnte bald keine antiretroviralen Medikamente mehr haben.

    Kampf gegen Stigmatisierung

    Diskriminierung bleibt ein zentrales Problem im Umgang mit HIV. 95 Prozent der Betroffenen berichten von diskriminierenden Erfahrungen, zeigt die Befragung «positive stimmen 2.0».

    Die deutsche Kampagne «Leben mit HIV. Anders als du denkst?» will Vorurteile abbauen, Ähnliches will der Welt-Aids-Tag erreichen. Menschen mit erfolgreicher Therapie können nicht mehr ansteckend sein und ein normales Leben führen.

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    Kommentare

    User #3869 (nicht angemeldet)

    .....und ist mit Selbstverantwortung und Schutz vermeidbar.

    User #2700 (nicht angemeldet)

    Aids ist unter Legos stark verbreitet. Hehehe. LOL.

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